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Auch deutsche Vioxx-Kläger wollen Geld von US-Pharmariesen Merck

AFP VOM 9.11.2007 | Nachrichten - International | 3993 Aufrufe
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Merck, Vioxx

Nach der außergerichtlichen Einigung des US-Pharmakonzerns Merck mit Opfern des Medikaments Vioxx in den USA wollen nun auch deutsche Betroffene einen Vergleich. "Wenn Merck & Co über 4,8 Milliarden Dollar in den USA zahlt, kommt es auf ein paar Millionen in Deutschland nicht an", sagte der Berliner Opferanwalt Andreas Schulz dem "Tagesspiegel" (Samstagsausgabe). Nach seinen Angaben hat seine Kanzlei bisher rund hundert Fälle vor deutsche Gerichte gebracht und vertritt 850 weitere Betroffene. Alle bisher in den USA eingereichten Klagen deutscher Betroffener wurden abgewiesen.

Der US-Arzneimittelhersteller hatte zuvor mitgeteilt, er habe sich in einer außergerichtlichen Einigung bereiterklärt, 4,85 Milliarden Dollar an die Betroffenen in den USA zu zahlen. Dort waren 27.000 Klagen anhängig, von denen Merck zufolge 95 Prozent mit dem Vergleich erledigt sind. Das Geld werde aber nur nach Einzelfallprüfungen und nur an US-Kläger oder Menschen, die nachweislich in den USA erkrankten, gezahlt. Eine interne Studie hatte ergeben, dass Vioxx das Herzinfarktrisiko der Patienten nach 18-monatiger Einnahme verdoppelte. Nach Bekanntwerden der Studie nahm Merck das Mittel 2004 vom Markt.

9. November 2007 - 19.28 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2007


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