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Menschenrechtsgericht rügt erneut Wehrpflicht für Zeugen Jehovas

AFP VOM 19.3.2009 | Nachrichten - Europarecht | 2659 Aufrufe
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Wehrpflicht, Jehovas

Österreich wegen Diskriminierung verurteilt

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Österreich wegen der Wehrpflicht für Zeugen Jehovas verurteilt. Das Straßburger Gericht gab einem 40-Jährigen Recht, der trotz seines Engagements bei den Zeugen Jehovas zum Wehrdienst eingezogen wurde. Der Mann steht einer Gemeinde vor und hält in dieser Eigenschaft religiöse Zeremonien ab.

Der Kläger hatte geltend gemacht, Mitglieder anderer religiöser Organisationen mit ähnlichen Ämtern würden in Österreich vom Wehrdienst befreit. Dass dies nicht für die Zeugen Jehovas gelte, sei eine Diskriminierung und eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Dem schlossen sich die Straßburger Richter an. Am vergangenen Donnerstag hatte der Gerichtshof zwei Zeugen Jehovas Recht gegeben, die in Österreich gegen ihren Willen Zivildienst leisten mussten.

19. März 2009 - 15.07 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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