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Mehrere Festnahmen in Italien wegen Waffenschmuggels in den Iran

AFP VOM 3.3.2010 | Nachrichten - International | 728 Aufrufe
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Waffenschmuggel

Iraner und Italiener sollen Gerät aus Deutschland beschafft haben

In Italien sind zwei Iraner und fünf Italiener wegen des Verdachts auf Waffenschmuggel in den Iran festgenommen worden. Nach achtmonatigen Ermittlungen seien ein 51-jähriger Iraner in Rom und ein 47-jähriger Landsmann in Turin festgenommen worden, sagte der leitende Staatsanwalt Armando Spataro am Mittwoch in Mailand. Gemeinsam mit den Italienern und zwei weiteren Verdächtigen im Iran sollen sie unter anderem Panzerabwehrmunition, chemischen Sprengstoff und optische Zielgeräte in den Iran geschmuggelt haben. Den beiden Kontaktmännern im Iran unterstellen die italienischen Ermittler Verbindungen zum iranischen Geheimdienst.

Nach Erkenntnissen des für die Terrorabwehr zuständigen Staatsanwalts Spataro soll das militärische Gerät vor allem in Deutschland beschafft und seit "spätestens 2007" über Großbritannien, die Schweiz oder Rumänien in den Iran geschmuggelt worden sein. Aufgrund einer Nachfrage des rumänischen Zolls bezüglich einer Exporterlaubnis seien bei Durchsuchungen in Rumänien und in London unter anderem optische Zielgeräte sowie militärisch nutzbare Tauchwesten sichergestellt worden.

In der Polizeiaktion am frühen Mittochmorgen wurden laut Staatsanwaltschaft 20 Wohnungen in verschiedenen italienischen Regionen durchsucht. Die fünf verdächtigten Italiener sollen im Exportgeschäft oder in der Telekommunikationsbranche tätig sein. Der in Rom festgenommene Iraner war dort demnach als Journalist für das iranische Fernsehen akkreditiert.

3. März 2010 - 17.11 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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