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Medwedew lässt Todesumstände von Anwalt in Haft prüfen

AFP VOM 24.11.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1555 Aufrufe
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Todesursache

Zweifel an offizieller Version vom Herzversagen

Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat eine Untersuchung der Todesumstände des in Haft ums Leben gekommenen Anwalts Sergej Magnizky angeordnet. Eine Medwedew-Sprecherin sagte russischen Nachrichtenagenturen am Dienstag, Staatsanwaltschaft und Justizministerium sollten den Tod des am 10. November verstorbenen 37-Jährigen prüfen. Nach offiziellen Angaben war er in einer Gefängnis-Krankenstation an Herzversagen gestorben, an dieser Darstellung wurden aber Zweifel laut.

Magnizky arbeitete im Auftrag seiner Großkanzlei Firestone Duncan für die Investment-Firma Hermitage Capital Management, gegen die in Steuersachen ermittelt wurde. Magnizky wurde im November 2008 unter dem Vorwurf der Steuerhinterziehung festgenommen, in Abwesenheit wurde auch der US-Gründer von Hermitage Capital, Bill Browder, angeklagt. Browder sagte der BBC in einem am Montag veröffentlichten Interview, Magnizky sei in der Untersuchungshaft wie eine "Geisel" gehalten worden, um ihm falsche Geständnisse abzupressen. Die russische Wirtschaftszeitung "Wedomosti" kommentierte, mit Magnizky sei auf "höchst mittelalterliche Weise" ein Mann ums Leben gekommen, der aus juristischer Sicht unschuldig gewesen sei.

24. November 2009 - 14.31 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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