Medizinische Vorsorgungszentren

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Insolvenzrecht Rubrik, Medizinisches Versorgungszentrum, Versorgungszentrum, MVZ, Insolvenz, Arzt, Insolvenzrecht

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Absicherung und Risikomanagement

1. Was ist ein medizinisches Versorgungszentrum?

Ein medizinisches Versorgungszentrum ( MVZ ) ist eine mit dem GKV-Modernisierungsgesetz 2004 eingeführte Einrichtung zur ambulanten medizinischen Versorgung. Es können dort zugelassene Ärzte im Angestelltenverhältnis fachübergreifend arbeiten. MVZs können Fachärzte unterschiedlicher Richtungen oder psychologische Psychotherapeuten beschäftigen.

Hermann Kulzer
seit 2008 bei
123recht.net
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Insolvenzrecht, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
Glashütter Straße 101a
01277 Dresden
Tel: 0351 8110233
Tel: 0351 8110234
Web: www.pkl.com
E-Mail:
Mediation, Wirtschaftsrecht
Preis: 150 €
Antwortet: ∅ 16 Std. Stunden

Ein MVZ kann von jedem nach dem SGB zugelassenen Leistungserbringer gegründet werden.

Die Vorteile liegen in der Kosteneinsparung (gemeinsamen Nutzung von Ressourcen, wie z.B. Geräte, Räume, Personal), engen Zusammenarbeit mehrerer Fachrichtung mit kurzen Wegen (interdisziplinär) sowie in der Entlastung von verwaltungstechnischen Aufgaben.

Die Rechtsgrundlage bildet § 95 Sozialgesetzbuch V (SGB V).

Gesellschafter eines MVZ können nur zugelassene Leistungserbringer nach dem SGB V sein, also auch Krankenkäuser. MVZ nehmen an der vertragsärztlichen Versorgung teil, Quelle: Wikipedia

2. Insolvenzgefahr für Medizinische Versorgungszentren

Die wirtschaftliche Lage für etwa jedes dritte medizinische Versorgungszentrum (34 %) ist kritisch. Laut einschlägigen Finanzierern besteht für ausgereichte Darlehn ein erhöhtes Ausfallrisiko und Insolvenzgefahr. Jedes siebte MVZ ist von der Schließung bedroht.

3. Finanzierungslücke

Nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung waren im 2. Quartal 2010 1.567 medizinische Versorgungszentren zugelassen. Ferner existieren 2100 Kliniken. Es wird eine Finanzierungslücke von 1 bis 2 Milliarden Euro prognostiziert.

Gründe sind
·steigende Tariflöhne
·höhere Sachkosten 
·höherer Personal- und Sachmittelbedarf

4. Betroffene MVZs und Konsequenzen

Betroffen von der Krise sind insbesondere kleine und mittlere MVZs. Große MVZs haben mehr Einsparpotentiale und sind daher oft besser gestellt. 

Ostdeutsche MVZs mussten nach der Wende umfangreiche Modernisierungen und Investitionen vornehmen. Kapitaldienst und Tilgung dieser Darlehn bereiten heute größe Schwierigkeiten. Darüberhinaus ist die Technik jetzt nicht mehr auf dem neuesten Stand und der Austausch der Technik oft unfinanzierbar.

5. Qualität, Wirtschaftlichkeit und Chancen

Qualität der ärztlichen Leistungen und Wirtschaftlichkeit stehen sich nicht entgegen.

Eine höhere Wirtschaftlichkeit kann vielmehr sogar mit einer höheren Qualität der medizinischen Dienstleistung einhergehen. Bei rechtzeitiger Vorsorge und Umstellung besteht die Chance, die Herausforderungen im Gesundheitswesen gut zu bewältigen und rentabel und auf hoher Qualitätsbasis zu arbeiten.

Das Gesundheitswesen ist der Wirtschaftszweig, in dem 10 Prozent des Sozialprodukts erwirtschaftet werden und in dem über vier Millionen Menschen beschäftigt sind.

Diese Potentiale müssen richtig eingesetzt werden. Dann haben viele der derzeitig kriselnden MVZ gute Zukunftschancen.

6. Marktbereinigung

Einige MVZs werden sich bis 2015 nicht mehr am Markt behaupten können. Es werden MZUs geschlossen werden, die nicht rentabel, überschuldet, nicht investitions- und zukunftsfähig sind.

7. Rechtzeitige Vorsorge

Mitglieder von MVZs sollten in Krisensituationen nicht warten, bis Darlehn gekündigt werden oder z.B. Zwangsvollstreckungen durch die Bank oder das Finanzamt die Forführung unmöglich machen. Besser ist es, sich rechtzeitig professionell über Krisenbewältigung und Vorsorge zu informieren und beraten zu lasssen. 

Welcher Mensch würde sich bei einer schweren Krankheit selbst diagnostizieren und behandeln? Wer würden nicht einen spezialisierten Arzt aufsuchen und sich von ihm behandeln lassen?

Gleich verhält es bei wirtschaftlichen und juristischen Spezialthemen und Krisensituationen.

Es sind besondere Kenntnisse und Erfahrungen der Berater erforderlich, die genutzt werden sollten, um Schaden abzuwenden und die Chancen optimal zu nutzen.

8. Auszug des Leistungsspektrums von Fachanwälten:

*Überprüfung und Optimierung der Verträge (Darlehns-. Sicherungs-, Gesellschaftsverträge,      Nachfolgeregelung, insolvenzfeste Altersvorsoge, Vorsorgevollmachten, Testament)
* Einrichtung Liquiditätskontrolle
* Überprüfung Insolvenzgrund
* Check der Sanierungsmöglichkeiten
* Optimierung der Sanierungsmöglichkeiten, innerhalb und außerhalb eines Insolvenzverfahrens
* Ermittlung und Durchsetzung von Kosteneinsparungspotentialen
* Hilfe bei Umfinanzierung und alternative Finanzierungsformen und Verkauf
* Verhandlungen mit Banken und anderen Gläubigern
* Schlichtung bei Streit unter den Mitgliedern/Gesellschaftern/Partnern der MVZ
* Installation eines Aufsichtsrats, Beirats
* Fördermittel
* Datenschutz
* Schulung Personal
* Risikomanagement
* Schulung Geschäftsleitung zur Haftungsvermeidung

Weitere Infos zu Medizinischen Versorgungszentren finden Sie auf folgender Homepage/ Informationsportal für MVZs: http://mvz-kompetenz.de/2011/08/insolvenz-gefahren-fur-medizinische-versorgungszentren-mvz/

Ich stehe Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung.


Hermann Kulzer MBA
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Insolvenzrecht
Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
Wirtschaftsmediator (Dresden International University)
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Hermann Kulzer
Fachanwalt für Insolvenzrecht, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
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