Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
472.193
Registrierte
Nutzer

Medizinische Behandlung

17.5.2002 Thema abonnieren
 Von 
jana kohlhase
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Medizinische Behandlung

mein freund und ich hatten am 09.05.2002 einen Motorradunfall. mein freund wurde mit einer Humeruskopfmehrsekmentfraktur in ein krankenhaus gebracht. dort wurden röntgenbilder angefertigt, es wurde uns gesagt, es wäre ein einfacher bruch, der nicht behandelt werden müsste. er bekam weder einen gips oder sicheren verband.gleich am nächsten tag wurde mit einer bewegungstherapie begonnen, welche dazu führte, dass der bruch gesplittert ist. am 13.05 haben sie ihn entlassen mit den worten:in unserer klinik haben wir für solche sachen keine spezialisten, begeben sie sich ins krankenhaus x, dort wird man sie weiterbehandeln. im krankenhaus x erfuhren wir dann, dass jeder arzt hätte erkennen müssen, dass dies ein sehr komplizierter bruch ist, der auf jeden fall sofort operativ behandelt hätte werden müssen. nun wurde meinem freund ein künstliches schultergelenk eingesetzt, seinen beruf als maurer kann er nicht mehr ausführen. kann man in einem solchen fall rechtliche schritte einleiten?

Verstoß melden

Notfall oder generelle Fragen?

Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten



1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
Scharnhorst
Status:
Praktikant
(827 Beiträge, 81x hilfreich)

Sehr geehrte Frau Kohlhaase,

sollte ein Behandlungsfehler vorliegen, bestünden durchaus Aussichten für Schmerzensgeld- bzw. Rentenansprüche.

Ob das der Fall ist, kann von einem Juristen nicht beurteilt werden. Es bedarf hierzu immer medizinischer Gutachten.
Normalerweise nimmt man ersteinmal Einsicht in die Behandlungsunterlagen und strebt sodann mit konkreten Beanstandungen ein Schlichtungsverfahren vor der zuständigen Ärztekammer an. Oftmals gehen diese zwar negativ aus, da - sofern möglich - keine Krähe der anderen ein Auge aushackt, aber wenn bereits dort etwas gefunden wird, kommt man zu einem schnellen Ende. Im übrigen sind solche Schlichtungsverfahren weitgehend kostenlos.

Ansonsten bleibt nur der Weg eines kostenintensiven Privatgutachten, ca. 2.500,- € und mehr.

Mit freundlichen Grüßen

Scharnhorst
Rechtsanwalt

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 20€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Denise Gutzeit Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer Richard Claas
Ja, jetzt Anwalt dazuholen