Das Original seit 2000:
Erste Hilfe in Rechtsfragen.
340828
zufriedene Nutzer
Sie sind hier:  www.123recht.net » Nachrichten » International » 

Mann in Neuseeland tötete Frau und setzte dann seine Tochter aus

AFP VOM 31.7.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1781 Aufrufe
Mehr zum Thema:

Mord

Angeklagter zu lebenslanger Haft verurteilt

Ein Gericht in Neuseeland hat einen Mann zu lebenslanger Haft verurteilt, der seine Frau erwürgt und anschließend seine dreijährige Tochter ausgesetzt hatte. Der 56-jährige Nai Yin Xue müsse mindestens zwölf Jahre im Gefängnis absitzen, bevor er eine Haftentlassung beantragen dürfe, verkündete am Freitag Richter Hugh Williams in Auckland. Der Angeklagte, ein chinesischer Einwanderer, nahm das Urteil äußerlich ungerührt entgegen. Nach Auffassung des Gerichts hatte er vor knapp zwei Jahren seine 27-jährige Frau mit einer Krawatte erwürgt und ihre nur mit Handschuhen bekleidete Leiche in den Kofferrauum seines Autos geworfen.

Der Fall hatte vor zwei Jahren in Australien einiges Aufsehen erregt: Die Polizei fand die Tote, nachdem an einem Bahnhof in Melbourne die dreijährige Tochter des Paares alleine und weinend entdeckt wurde. Das Mädchen bekam in Anspielung auf die Marke ihrer Kleidung den Spitznamen "Pumpkin-Girl", also "Kürbis-Mädchen". Auf den Bildern einer Überwachungskamera war zu sehen, wie der Vater das Mädchen an einer Rolltreppe in dem Bahnhof sitzen ließ und seelenruhig davon ging. Fünf Monate später wurde er in einem Vorort von Atlanta in den USA gefasst. Seine Tochter lebt mittlerweile in China bei ihrer Großmutter mütterlicherseits.

Der Richter begründete die harte Strafe gegen Nai auch damit, dass dieser schon vorher gewalttätig gegen seine Frau geworden sei. Sie hatte ihn offenbar nur geheiratet, um die neuseeländische Staatsbürgerschaft zu erhalten. Zwei Monate vor dem Mord hatte sie ihn kurzzeitig verlassen, kehrte aber wieder zurück. Der Angeklagte, ein Kampfkunst-Experte, bestritt bis zuletzt den Mordvorwurf und bezeichnete den im Juni verkündeten Schuldspruch als "ungerecht". Sein Anwalt Chris Comeskey sagte am Freitag, DNA-Spuren und andere Indizien wiesen darauf hin, dass ein anderer Mann an dem Mord beteiligt gewesen sein könnte. Während des Verfahrens hatte der Verteidiger die These aufgestellt, die Frau sei womöglich beim Sex mit einem anderen Mann erstickt.

31. Juli 2009 - 09.47 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


123recht.net ist Rechtspartner von:

340828
registrierte
Nutzer

durchschnittl. Bewertung

97920
beantwortete Fragen
10
Anwälte jetzt
online
Rechtsanwalt
Moritz von Münchhausen
Hannover
Baurecht, Wirtschaftsrecht, Baurecht, priv., Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, allgemein
Quickie!
Ihre Meinung zählt.
Eine 50-Stunden-Woche ist bei Niedriglöhnern wie in den Chefetagen keine Seltenheit. Kennt Ihr das? Wie viele Stunden arbeitet Ihr ca. pro Woche?