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Mahnung von Park & Control PAC GmbH

24.3.2014 Thema abonnieren Zum Thema: Mahnung

#61
 Von 
drkabo
Status:
Richter
(8351 Beiträge, 6084x hilfreich)

Zitat:
Ich verstehe es so, dass es im Zivilrecht keine Halterhaftung gibt. Auch ist das BGH-Urteil hier nicht relevant.

Das ist so pauschal gesagt nicht richtig.
Es gibt keine Halterhaftung für den "Park-Vertrag" weil der Halter den "Park-Vertrag" nicht abgeschlossen hat, sondern der Fahrer.
Eine Halterhaftung für die Besitzstörung gibt es sehr wohl - Gegenteiliges geht auch nicht aus dem Urteil des LG K'lautern hervor. Der Halter haftet z.B. für Abschleppkosten (wenn das Auto abgeschleppt worden wäre). Der Halter würde auch für Folgekosten des unrechtmäßigen Parkens haften (wenn z.B. andere Autos auf kostenpflichtige Parkplätze ausweichen müssen, weil der kostenlose Parkplatz durch den Falschparker blockiert wird).
In dem Fall des LG K'lautern konnte (oder wollte) der Parkplatzbetreiber aber nicht beweisen, dass das falsch parkende Auto Folgekosten verursacht hat.
(Was allerdings dafür spricht, dass sich der Parkplatzbetreiber nicht sehr geschickt vor Gericht verhalten hat. Die Kosten für die Halterfeststellung wären nämlich ersatzfähig gewesen. Aber die wurden anscheinend nicht oder nicht mit der richtigen Begründung eingeklagt.)

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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#62
 Von 
raymund_99
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 8x hilfreich)

Hi, probiers mal mit u.a. Text :-)

*************
Ihre Zahlungsaufforderung vom nnn, Az. nnn - Widerspruch

Sehr geehrte Damen und ,Herren,

mit o.a. Schreiben fordern Sie von mir insgesamt einen Betrag in Höhe von € nnn wegen angeblichen Parkens auf der Parkfläche. Hiermit widerspreche ich der Forderung und werde diese auch nicht bezahlen.

Begründung:

- Da ich zu dem von Ihnen angegebenen Zeitpunkt das Fahrzeug weder führte noch auf dem vorstehenden Gelände abstellte, ist zwischen Ihnen und mir auch kein wie immer gearteter, wirksamer Vertrag zu Stande gekommen, der zur Forderung einer Vertragsstrafe mir gegenüber berechtigen würde.

- Ihre mit o.a. Schreiben angeblich am ausgestellte Zahlungsaufforderung habe ich nicht erhalten. Insofern besteht ebenfalls kein Rechtsanspruch auf Erstattung der genannten Bearbeitungsgebühr in Höhe von € für eine Halterermittlung.

- Das mein PKW gelb lackiert ist, stützt in keiner Weise Ihre Annahme, das hier eine zulässige Empfangssphäre (wie z.B. ein Briefkasten) vorliegt, wenn Dokumente hinter ein Wischerblatt geklemmt werden um als zugestellt zu gelten.

- Einer hier vorliegenden Halterhaftung bzw. Benennungspflicht von Zweit-/Drittfahrern stehen u.a. Urteile des LG Rostock vom 11.4.2008, AZ. 1S54/07, AG München vom 30.7.2008, AZ 144 C 16208/08 , LG Fürth vom 27.4.2012, Az. 19S10051/11 u.a. eindeutig entgegen.

Vorsorglich mache ich Sie auf folgende Punkte aufmerksam:

- ein auf Grund dieses Widerspruches evtl. initiierter Negativ-Eintrag bei der Schufa ff. Ihrerseits wäre rechtswidrig und würde zu einer entsprechenden Reaktion meinerseits führen müssen,

- da hier unmißverständlich dargelegt wurde, das ich nicht gewillt bin, Zahlung an Sie zu leisten, da kein vertraglicher Konsens vorliegt, ist eine Forderungsweitergabe an ein Inkassobüro oder Rechstanwaltsbüro entbehrlich, ebenso würde einem gerichtlichen Mahnverfahren vollinhaltlich widersprochen werden,

- weitere Mahnungen sind insofern ebenfalls entbehrlich,

- auf Ihre Schadenminderungspflicht gem. § 254 BGB weise ich hiermit hin,

Ich erwarte Ihrerseits binnen 3 Wochen nach Zugang dieses Schreibens eine Antwort, in dem Sie mir mitteilen, ob Sie die Angelegenheit weiter verfolgen wollen. Sollte ich bis zu diesem Termin keine Nachricht Ihrerseits erhalten, gehe ich davon aus, das Sie keine weitere Verfolgung anstreben und der Vorfall damit als erledigt zu betrachten ist.

Im Falle einer weiteren Verfolgung durch Sie und/oder durch Sie beauftragten Dritten behalte ich mir ausdrücklich vor, von ihnen gegebenenfalls gem. gültiger BGH-Rechtssprechung Ersatz für persönliche Aufwendungen in Höhe von € 26,00 sowie Pauschale in Höhe von € 20,00 für Porto/Papiere ff., gegebenenfalls auch Schadenersatz zu fordern. Den Rechtsweg zur Abwehr unberechtigter Forderungen behalte ich mir ausdrücklich vor.

Gern erwarte ich Ihre Antwort. Vielen Dank.
**************
Soweit mein -erfolgreicher- Text. Ein Berliner Anwalt hat diese Tipps u.a. auch in einem bei Amazon zu kaufenden Buch, einschl. div. Formulierungen für unterschiedliche Parkverstoss-Vorgänge auf Privatgrund veröffentlicht.

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#63
 Von 
Darmstadt99
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo ,

und gab es Antworten auf Ihr Schreiben?

MFG

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#64
 Von 
vundaal76
Status:
Lehrling
(1636 Beiträge, 1086x hilfreich)

Du glaubst doch nicht, dass so ein Unternehmen qualifiziert auf dieses Schreiben antwortet. Das macht doch nur Arbeit.
Park&Control sind auf Dummenfang und suchen nach den "Dummen", die sich veralbern lassen.

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#65
 Von 
GastXYZ
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo raymund, mich würde auch interssieren, ob sich P&C nochmals gemeldet haben? Wäre hier auch für Tipps dankbar, da ich ebenfalls ein Parkopfer dieser Abzocker bin. Habe auf einem mir seit Jahren bekannten Kundenparkplatz geparkt, keine Ausschilderung vor meinem Fahrzeug, dass man Parkscheibe einlegen muss. Auch das mikro kleingedruckte Schild mit den AEB´s an der Einfahrt natürlich nicht aufgefallen und auch nicht lesbar. Habe auch Post mit Bildern bekommen, worauf aber lediglich das Fahrzeug zu erkennen ist, nicht wo es fotografiert wurde, noch ein Schild mit Parkscheibenhinweis. Habe mich bereits beim ersten Schreiben schriftlich gewehrt, da ich mir keiner Schuld bewußt bin und auch nicht gewillt bin 30,-- EUR + weiterer Kosten Mahngebühr/Halterermittlung..etc. zu bezahlen. Ich habe die Parkscheibe immer griffbereit im Auto und lege sie auch aus, dort wo ausdrücklich darauf hingwiesen wird. In diesem Fall sind auf dem Gelände nicht alle Parkplätze mit Hinweisschildern gekennzeichnet. Wie kann man also erfolgreich gegen diese Abzocker vorgehen? Für Hinweise unter weiteren Betroffenen wäre ich dankbar.

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#66
 Von 
Anna-Liska
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 4x hilfreich)

Ich habe es nicht gezahlt. Es kamen eine Menge Briefe mit Inkassoforderung etc. etc. Ich habe von Anfang bestritten zum besagten Zeitpunkt das Fahrzeug genutzt, bzw. dort geparkt zu haben. Seit ein paar Wochen kommt jetzt nichts mehr. Schauen wir mal passiert.
@GastXyz: der vielversprechendste Weg scheint die Verneinung der Fahrereigenschaft zum betreffenden Zeitpunkt zu sein.

i

-- Editiert von Anna-Liska am 11.07.2017 15:27

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#67
 Von 
GastXYZ
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Anna-Liska,
vielen Dank für Deine Antwort. Du hast also auch Post von einem Inkassobüro bekommen? Bei mir kam jetzt auch ein Schreiben von einem Inkassobüro. Zuvor habe ich Park&Controll geschrieben, dass ich keinen Vertrag mit Ihnen eingegangen bin und die Fotos mit dem besagten Fahrzeug kein Beweis sind, da nicht zu erkennen ist, wo diese gemacht worden sind.Man kann überall Fotos von dem besagten Auto gemacht haben. Es ist auch kein Schild zu erkennen, auf dem ein Hinweis mit einer Parkscheibe wäre. Du hast also den Forderungen der Inkassofirma wiedersprochen? Mich würde interessieren, ob es noch andere Leute gibt, die sich erfolgreich gegen eine Inkassofirma gewehrt haben ( in Sachen Park&Controll)? Die Inkassofirma verlangt jetzt 56.60 EUR. Wirklich dreist! 'Darf diese Inkassofirma wirklich einen Schufaeintrag vornehmen? Wer weiß da Bescheid? Würde mich über Rückantworten freuen, da ich jetzt überlege, wie ich weiter gegen die Inkasso vorgehe. Danke!

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#68
 Von 
GastXYZ
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Park & Controll Abzocker

Habe einen neuen Beitrag über Park & Controll entdeckt!! Bitte lesen...die Dreistigkeit nimmt kein Ende, selbst Verbraucherzentralen und "die Welt" warnen vor diesen Abzockern!! hier ein Link zu einem weiteren dreisten Vorgehen
https://www.****************************/
Wann macht endlich die Regierung etwas gegen diese Abzockerfirma????


-- Editiert von Moderator am 18.08.2017 21:49

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#69
 Von 
Anna-Liska
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 4x hilfreich)

Hi, vor SCHUFA Einträgen brauchst du keine Angst zu haben, alles leere Drohungen um einen doch zum Zahlen zu bewegen - und genau darum geht es. Ich habe gefühlte 100 Briefe von denen bekommen, am Anfang ging die Summe noch nach oben und irgendwann folgten dann "gütliche Einigungsversuche" bei denen ich "nur" noch 50€ zahlen sollte. Einfach nicht zahlen, irgendwann wird den Typen das Port zu teuer, zumindest ist jetzt seit einiger Zeit Ruhe. Wichtig ist hier, wie bei allen rechtlichen Auseinandersetzungen das Motto: "Schweigen ist GOLD! ". Einmal die Fahrereigenschaft am betreffenden Tag bestreiten, damit die Rechtsposition klar ist und dann keine weiteren Einlassungen, es sei denn es kommt ein Mahnbescheid etc. Natürlich besteht immer das Restrisiko einer Klage oder Mahnbescheid usw., aber scheinbar lassen sich noch genug Leute mit der Masche einschüchtern dass die auch so genug daran verdienen. Diskussionen mit denen bringen nix, da sie eh nur wollen dass du zahlst. Einmal widersprechen, den Rest in den Müll.


-- Editiert von Anna-Liska am 18.08.2017 17:58

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#70
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(51272 Beiträge, 23634x hilfreich)

Zitat (von GastXYZ):
Habe einen neuen Beitrag über Park & Controll entdeckt

Zitat (von GastXYZ):
Habe einen neuen Beitrag über Park & Controll entdeckt

Von durachaus zweifelhafter Qualität. Die Schreiberlings der genannten Seite haben offenbar 0,0 Ahnung wie man korrekt und seriös recherchiert...

Wer so was
Angeblich würden aber Touristen hier Parken und mit Bussen ins Zentrum von Bayreuth fahren. Tatsächlich gibt es bekanntermaßen in Bayreuth aber keinen Tourismus,
schreibt, den kann man wohl nicht ganz ernst nehmen.

Zu dumm, das das Bayreuth mit dem nicht vorhandenen Tourimus offenbar gar nicht bekannt ist ...
Bayreuth glänzt im Tourismus mit Rekordzahlen
....
Mit 159.471 Gästeankünften gab es zum dritten Mal in Folge einen neuen Rekord zu verzeichnen.
...
In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Übernachtungen auf inzwischen ca. 300.000 pro Jahr erhöht.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#71
 Von 
GastXYZ
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anna-Liska):
Hi, vor SCHUFA Einträgen brauchst du keine Angst zu haben, alles leere Drohungen um einen doch zum Zahlen zu bewegen - und genau darum geht es. Ich habe gefühlte 100 Briefe von denen bekommen, am Anfang ging die Summe noch nach oben und irgendwann folgten dann "gütliche Einigungsversuche" bei denen ich "nur" noch 50€ zahlen sollte. Einfach nicht zahlen, irgendwann wird den Typen das Port zu teuer, zumindest ist jetzt seit einiger Zeit Ruhe. Wichtig ist hier, wie bei allen rechtlichen Auseinandersetzungen das Motto: "Schweigen ist GOLD! ". Einmal die Fahrereigenschaft am betreffenden Tag bestreiten, damit die Rechtsposition klar ist und dann keine weiteren Einlassungen, es sei denn es kommt ein Mahnbescheid etc. Natürlich besteht immer das Restrisiko einer Klage oder Mahnbescheid usw., aber scheinbar lassen sich noch genug Leute mit der Masche einschüchtern dass die auch so genug daran verdienen. Diskussionen mit denen bringen nix, da sie eh nur wollen dass du zahlst. Einmal widersprechen, den Rest in den Müll.


-- Editiert von Anna-Liska am 18.08.2017 17:58




Hallo Anna-Liska,

vielen Dank für Deine Antwort!! Ich habe nun auch ein Schreiben an die Inkassofirma mit Widerspruch geschickt. Kann ich irgendwie anders Kontakt per Mail zu dir aufnehmen, da ich hier nicht alles offen kommunizieren möchte??? Wäre echt klasse. Einfach zum Austausch. Gibt doch bestimmt eine Mögichkeit. LG Gast XYZ

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#72
 Von 
aws
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo,
mein angebl. Verstoß gegen die AGB war im September 2016. Ein 1. Schreiben von Bäh u. Fingerer erfolgte im Dez. 2016. Ich habe der Forderung insgesamt widersprochen mit dem Hinweis, dass 1. sich kein Zettel an dem Fahrzeug sich befunden habe, 2. ich nicht das Fahrzeug auf dem PP abgestellt habe und somit kein Vertrag zwischen P u. C und mir zustande gekommen sei und 3. ich auch keine Auskunft über den Nutzer geben würde. Es folgte ein gerichtlicher Mahnbescheid im März 2017. Diesem habe ich widersprochen. Seitdem ist Ruhe. (Siehe meinen Betrag Nr. 60. Dieses Urteil des LG Kaiserslautern könnte helfen.)

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