Madoff-Prozess: Entschädigungs-Urteil soll später fallen
AFP VOM 20.6.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 800 Aufrufe Mehr zum Thema:Madoff, Betrug
Anklage: Bislang nur Teil der Opfer ausfindig gemacht
Im Prozess gegen den US-Milliardenbetrügers Bernard Madoff hat die Staatsanwaltschaft das Gericht um einen Aufschub bei der Entscheidung über Entschädigungszahlungen gebeten. Bislang sei nur ein Teil der Opfer ausfindig gemacht worden, erklärte die Staatsanwaltschaft in einem Brief an den zuständigen Richter Denny Chin. Zwar könne das Urteil in dem Betrugsprozess wie geplant am 29. Juni gesprochen werden, eine Entscheidung über Entschädigungszahlungen solle aber um 90 Tage verschoben werden.
Dann solle das Gericht über die Entschädigungen entscheiden oder feststellen, dass eine Entschädigung der Betroffenen unmöglich sei, baten die Ermittler in dem Schreiben. Demnach konnten von dem Betrugsschaden in Höhe von bis zu 60 Milliarden Dollar bislang nur 13 Milliarden Dollar zugeordnet werden.
Madoff betrog Investoren mittels eines Schneeballsystems über die Jahre um Milliarden. Im März bekannte er sich im mutmaßlich größten Betrugsfall der Wirtschaftsgeschichte des Diebstahls, der Geldwäsche und der Urkundenfälschung schuldig, worauf er in Haft genommen wurde. Dem früheren Wall-Street-Finanzier droht die Verurteilung zu 150 Jahren Gefängnis.
20. Juni 2009 - 11.08 Uhr
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