MAN-Vorstand lässt Mandat wegen Korruptionsvorwürfen ruhen
AFP VOM 17.5.2009 | Nachrichten - Allgemein | 1462 Aufrufe Mehr zum Thema:MAN, Korruption
Erste personelle Konsequenzen
Die mutmaßliche Schmiergeldaffäre beim Lastwagenbauer MAN hat zu ersten personellen Konsequenzen geführt. Marketingvorstand Peter Erichreineke habe darum gebeten, von seinen Verpflichtungen vorläufig entbunden zu werden, teilte der Konzern mit. Sein Ressort soll vorübergehend sein Vorstandskollege Martin Weinmann führen.
MAN steht im Verdacht, Schmiergelder zur Ankurbelung der eigenen Geschäfte gezahlt zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft München I gibt es in den Ermittlungen weit über hundert Beschuldigte. Darunter seien sowohl Mitarbeiter aus dem Vertrieb von MAN als auch Beschuldigte aus dem Bereich der Empfänger der Schmiergelder. Allein in den Jahren 2002 bis 2005 soll demnach eine Million Euro für den Verkauf von Fahrzeugen im Inland gezahlt worden sein. Bei Zahlungen im Ausland gebe es die Vermutung, dass das Geld unter anderem über Briefkastenfirmen in Malta, auf den Bahamas, British Virgin Islands, Zypern, London und New York sowie über Barauszahlungen geflossen sei.
17. Mai 2009 - 14.03 Uhr
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