Möglicherweise keine Anklage gegen Ameland-Täter
AFP VOM 3.8.2010 | Nachrichten - Allgemein | 1570 Aufrufe Mehr zum Thema:Missbrauch
Anti-Aggressionstraining für Minderjährige im Gespräch
Nach den Missbrauchsfällen während einer Ferienfreizeit auf der Nordseeinsel Ameland wird gegen die mutmaßlichen Täter möglicherweise keine Anklage erhoben. Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer verwies in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" darauf, dass das Jugendstrafrecht vom Erziehungsgedanken geprägt sei. Das Ermittlungsverfahren für die minderjährigen Beschuldigten könne deshalb möglicherweise auch mit einem Anti-Aggressionstraining enden. Die Übergriffe während einer Freizeit des Stadtsportbunds Osnabrück hatten sich in einem Schlafsaal des Ferienheims ereignet, in dem rund 40 Kinder und Jugendliche untergebracht waren.
Mehrere Jugendliche sollen ihre Opfer dabei abends und nachts mit Colaflaschen und anderen Gegenständen brutal traktiert haben. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt wegen Vergewaltigung und schweren sexuellen Kindesmissbrauchs.
Bislang liegen nach Angaben der "Neuen Osnabrücker Zeitung" den Justizbehörden die Aussagen von acht Opfern und acht mutmaßlichen Tätern vor. Die beschuldigten Minderjährigen hätten die Vorwürfe ganz oder zumindest zum Teil gestanden.
3. August 2010 - 10.54 Uhr
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