Mörder von Bangladeschs Staatsgründer werden gehängt
AFP VOM 19.11.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 2309 Aufrufe Mehr zum Thema:Todesstrafe
Oberstes Gericht bestätigt Todesurteile 34 Jahre nach der Tat
Mehr als 34 Jahre nach der Ermordung des Staatsgründers von Bangladesch, Sheikh Mujibur Rahman, droht fünf ehemaligen Offizieren wegen der Tat die Todesstrafe. Der Oberste Gerichtshof in der Hauptstadt Dhaka bestätigte die 1998 verhängten Todesurteile am Donnerstag in einem Berufungsverfahren. "Sie werden gehängt", sagte Generalstaatsanwalt Syed Anisul Haque. Vor dem Gerichtsgebäude hatten sich mehr als 10.000 Menschen versammelt. Viele von ihnen brachen nach der Urteilsverkündung in Tränen aus. Auch die derzeitige Regierungschefin Sheikh Hasina, Rahmans Tochter, war "von Gefühlen überwältigt" und weinte, wie ihr Sprecher sagte.
Rahman und zahlreiche seiner Familienangehörigen waren im August 1975 bei einer Militärrevolte erschossen worden. Sheikh Hasina hatte den blutigen Umsturz überlebt, weil sie sich damals im Ausland aufhielt. Nach ihrem Amtsantritt 1996 hatte sie ein Gesetz ändern lassen, das den Mördern ihres Vaters bis dahin Immunität gewährte. In einem ersten Prozess wurden 15 Angeklagte zum Teil in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Das jetzige Berufungsverfahren betraf fünf von ihnen. Drei weitere waren zwischenzeitlich freigesprochen worden, sechs sind auf der Flucht und ein weiterer soll mittlerweile in Simbabwe gestorben sein.
19. November 2009 - 11.49 Uhr
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