Lufthansa will Frankfurter Nachtflugverbot mit Beschwerde verhindern
AFP VOM 14.12.2009 | Nachrichten - Vor Gericht | 1824 Aufrufe Mehr zum Thema:Lufthansa, Nachtflugverbot
Rund 1000 Mitarbeiter demonstrieren gegen mögliches Nachtflug-Aus
Die Lufthansa will ein drohendes Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen mit einem weiteren Rechtsmittel verhindern. Unternehmenschef Wolfgang Mayrhuber kündigte am Montag an, Nichtzulassungsbeschwerde gegen ein Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) in Kassel einzulegen. Eine vernünftige Anzahl von Flügen zwischen 23 und fünf Uhr sei an Europas größtem Frachtdrehkreuz unabdingbar. Aus Protest gegen ein mögliches nächtliches Aus am Flughafen legten bei einer außerordentlichen Betriebsversammlung 1000 Mitarbeiter von Lufthansa Cargo und kooperierenden Dienstleistern vorübergehend ihre Arbeit nieder.
Der VGH hatte der Landesregierung kürzlich seine schriftliche Begründung zum Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau des Frankfurter Flughafens übermittelt. Darin forderten die Richter stärkere Einschränkungen bei Nachtflügen. Die Zulassung der in der Nacht vorgesehenen 17 Flüge sei nicht mit dem gesetzlich gebotenen Schutz der Bevölkerung vor nächtlichem Fluglärm zu vereinbaren.
Die Lufthansa appellierte an die Landesregierung, den Planfeststellungsbeschluss zu verteidigen und Revision gegen das VGH-Urteil einzulegen. Dies kann bis zum 4. Januar erfolgen. Mayrhuber erklärte, ein absolutes Nachtflugverbot sei für Lufthansa Cargo "existenzbedrohend". Weit über 7000 Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel.
14. Dezember 2009 - 16.01 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


