quote:Mach es doch nicht so kompliziert, nimm einfach den fiktiven Monatslohn (mittels Dreisatz ausrechen), schau dann in der normalen Lohnsteuertabelle und rechne den Betrag wieder um.Wenn du beispielsweise 8 Tage gearbeitet hast, rechnest du den Bruttolohn geteilt durch 8 mal 22 - das Ergebnis dann in der Tabelle nachschauen und den Steuerbetrag mal 8 durch 22; das müsste ungefähr stimmen.
Hab jetzt mal nach der Tageslohnsteuertabelle gegoogelt, leider finde ich keinen Download dazu.
quote:Aber nur grob. Bei den Kalendertagen kommt man genau ans Ziel. Man muss dabei immer auf 30 Tage hochrechnen, auch wenn der Monat 31 Tage hatte.
Andererseits sollte er eigentlich wissen, wieviel Brutto vertraglich vereinbart ist (das ist nämlich das, was meine Rechnung ausrechnet). Wenn man dann mit diesem Wert in die Tabelle geht, kommt man wohl auch ans Ziel (grob).
quote:Die Rechnung mit Basis 30 führt zum korrekten Ergebnis. Die Vereinfachung besteht nicht darin, dass sie zu einem falschen Ergebnis führt.
Trotzdem ist aber auch mein Modell sinnvoll. Denn den TE wird doch auch (vor allem?) interessieren, wie hoch die Lohnsteuer in den nächsten Monaten sein wird; und da ist die Rechnung mit Basis 30 falsch (du schreibst ja selber "vereinfacht").
quote:Doch, führt sie sogar ganz sicher.Wie immer wird es am deutlichsten, wenn man Extrembeispiele wählt, also:
Die Vereinfachung besteht nicht darin, dass sie zu einem falschen Ergebnis führt.
Zitat:
Was meinst du, wo man in den beiden Fällen in der Tabelle landet?
quote:Genau das meinte ich doch, die Tageslohnsteuertabelle verzerrt die Steuerlast, auch schon mal extrem.Oder warum ist dein Unterschied (4,10€ vs. 63,87€) so viel höher als meiner (16,80€ vs. 50,40€)? (die Zahlen habe ich jetzt nicht nachgerechnet, da vertraue ich mal:-). Eigentlich dürfte es nur der Faktor 3 sein (3 anstatt 1 Tag), und das habe ich geschafft.
Dass hier im Fall 2 nicht die 3-fache Steuer des Falles 1 ermittelt wird, sondern etwa die 15-fache ist ein auch in der Realität auftretendes Ergebnis der der Anwendung der Tageslohnsteuertabelle auf so ein Extrembeispiel.
quote:Ja, klar, ich hatte auch nie behauptet, dass du (oder die besondere Tabelle) gesetzeswidrig rechnest, sondern nur, dass man dann das Ergebnis nicht einfach mittels Dreisatz hochrechnen darf, um die Steuer eines vollen Monats zu ermitteln. Imho ist da meine Rechnung näher dran.
Und falls Du es immer noch nicht glaubst dass meine Berechnung richtig ist und Deine nicht, dann möchte ich Dich auf § 39b Abs. 2 Satz 2 EStG verweisen. Da kann man nämlich nachlesen, wer hier richtig rechnet.
quote:Es geht mir nicht um Gerechtigkeit, sondern um realistische Zahlen, um die Zukunft zu schätzen.
Dass Deine Berechnungsmethode eher dem Gerechtigkeitsgefühl entspricht, heißt nicht, dass sie auch richtig ist.
quote:Ja, aber nur dadurch, dass Du dich an Deinem Gefühl und nicht am Steuerrecht orientierst. Unter Anwendung des Steuerrechtes kommt eben der Faktor 15 und nicht der Faktor 3 heraus.
Eigentlich dürfte es nur der Faktor 3 sein (3 anstatt 1 Tag), und das habe ich geschafft.
quote:Du hast glaube ich nicht verstanden, dass man zwischen der Monatslohnsteuertabelle und der Tageslohnsteuertabelle überhaupt nicht mit einem Dreisatz umrechnen kann.Wenn ich (Fall 1) eine Gehaltsabrechnung für 3 Tage mit einem Gehalt von 120€ und 4,10€ Steuern erhalte, dann ist es schlichtweg nicht möglich, daraus auch nur einigermaßen zutreffende Rückschlüsse auf die Monatslohnsteuer zu ziehen. Das geht weder mit einem Dreisatz noch mit einer anderen Rechenmethode.
Ja, klar, ich hatte auch nie behauptet, dass du (oder die besondere Tabelle) gesetzeswidrig rechnest, sondern nur, dass man dann das Ergebnis nicht einfach mittels Dreisatz hochrechnen darf, um die Steuer eines vollen Monats zu ermitteln.
quote:Das funktioniert eben nur mit einem Gehaltsrechner, aber nicht mit dem Dreisatz. Dein Weg mit dem Dreisatz kann Ergebnisse liegen, die weit neben der Realität liegen, weil die Eingangsgröße (Lohnsteuerabzug für Teilmonat) nicht so ermittelt wird, wie Du glaubst und somit die Rückrechnung per Dreisatz nicht möglich ist.
Es geht mir nicht um Gerechtigkeit, sondern um realistische Zahlen, um die Zukunft zu schätzen.
quote:Stimmt, die Diskussion ist aber trotzdem interessant.
Wie auch immer, diese Diskussion bringt doch nichts, und interessiert den TE wohl überhaupt nicht mehr.