Das Präsidium des Goethe-Instituts hat Jutta Limbach in München zur Nachfolgerin des scheidenden Präsidenten Hilmar Hoffmann gewählt. Die derzeitige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts wird zum 1. Mai das Amt übernehmen. Außenminister Joschka Fischer nannte Limbach wegen ihrer langen Erfahrung im politischen und öffentlichen Bereich "hervorragend geeignet", die erfolgreiche Arbeit des Goethe-Instituts fortzuführen. Hoffmann nannte die Wahl der 67-jährigen Limbach einen "erstklassigen Griff".
"Als höchste Richterin des Landes und zupackende Politikerin wird sie den Berliner Sparkommissaren sicher gut Paroli bieten können," erklärte Hoffmann. Nach neunjähriger Amtszeit hatte Hoffmann nicht mehr kandidiert. Er war am vergangenen Montag von Fischer für seine Arbeit mit dem großen Bundesverdienstkreuz mit Stern ausgezeichnet worden.
Das Goethe-Institut soll der Verbreitung der deutschen Sprache und Kultur im Ausland dienen und wird dabei vom Auswärtigen Amt finanziell unterstützt. Im vergangenen Jahr flossen insgesamt 172 Millionen Euro in die Arbeit, in diesem Jahr werden es mindestens 166 Millionen Euro sein. Im Zuge von Sparmaßnahmen der Bundesregierung musste das Institut in den vergangenen Jahren einige seiner weltweiten Außenstellen schließen.
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