Lebenslange Haft wegen "Parkplatzmorden"
AFP VOM 1.2.2012 | Nachrichten - Allgemein | 518 Aufrufe Mehr zum Thema:Parkplatzmorden, Kopfschuss, Mord
57-jähriger Täter suchte sich Opfer offenbar willkürlich aus
Wegen zwei "Parkplatzmorden" hat das Stuttgarter Landgericht am Mittwoch einen 57-Jährigen zu lebenslanger Haft mit Sicherungsverwahrung verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte zwei Männer je mit einem gezielten Kopfschuss getötet hatte. Wie das Landgericht mitteilte, erschoss der Mann im Mai 2010 einen 30-jährigen auf einem Parkplatz an einer Straße bei Magstadt in Baden-Württemberg. Knapp zwei Monate später habe er sein zweites Opfer, einen 70-Jährigen, in der Nähe eines Autobahnparkplatzes bei Mörfelden-Walldorf in Hessen getötet.
Bei beiden Tatorten habe es sich zwar "um Treffpunkte überwiegend homosexueller Männer für anonyme und unverbindliche Sexualkontakte" gehandelt, teilte das Gericht weiter mit. Die Kammer gehe aber nicht davon aus, dass der Täter aus Schwulenhass gehandelt habe. Sein Motiv sei vielmehr der reine Vernichtungswille gewesen, wobei sich der 57-Jährige zum "Herrscher über Leben und Tod" aufgeschwungen habe. Seine Opfer habe er sich offenbar willkürlich ausgesucht.
Der Angeklagte selbst äußerte sich den Angaben zufolge während der Verhandlung nicht zu den Vorwürfen. Die Ermittler hätten ihn unter anderem durch DNA-Spuren an den Tatorten und aufgrund der verwendeten Munition überführt. Bei seiner Verhaftung rund ein halbes Jahr nach den Taten hätten die Ermittler die Tatwerkzeuge noch im Kofferraum seines Autos gefunden.
01.02.2012 - 16:00 Uhr
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