Lebenslang für 27-Jährigen aus Sachsen wegen Mordes
AFP VOM 11.11.2011 | Nachrichten - Allgemein | 491 Aufrufe Mehr zum Thema:Mord, Zwickau, Schlüsselband
Angeklagter berichtete als Radio-Praktikant über Fall
Ein 27-Jähriger ist vom Landgericht Zwickau wegen Mordes an einer jungen Frau zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Richter stellten nach Angaben eines Gerichtssprechers zudem die besondere Schwere der Schuld fest, was eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren unmöglich macht. Der Fall hatte für besonderes Aufsehen gesorgt, weil der Angeklagte zur Tatzeit im Februar als Praktikant bei einem Radiosender in Zwickau arbeitete und selbst über den Fall berichtete. Dabei hatte er auch einen Polizeisprecher interviewt.
Der Vorsitzende Richter sprach den Angaben zufolge von einer "abscheulichen" Tat. Das Gericht sah es demnach als erwiesen an, dass der Zwickauer Mitte Februar die 23-jährige Frau mit einem Schlüsselband erdrosselte, als diese sich gegen seine Annäherungsversuche wehrte. Die Richter sprachen den Angeklagten deshalb auch der versuchten Vergewaltigung schuldig. Anschließend brachte er die Leiche mit seinem Auto in seine Wohnung und verging sich dort an dem Körper der Frau. Später versuchte der Mann, die Leiche in einem Wald zu verbrennen.
Laut Gericht war der Angeklagte nach der Tat seinem normalen Tagesgeschäft nachgegangen. Am Tag des Mordes hatte er laut Anklage sein "Täterwissen" sogar für Recherchen zu dem Fall verwendet und sich damit hervorgetan. Überführt wurde er schließlich durch an der Leiche gefundene DNA-Spuren. Der 27-Jährige, der unter anderem wegen Brandstiftung vorbestraft ist, war in der bundesweiten DNA-Datei registriert. Im Prozess legte er ein Teilgeständnis ab, bestritt aber eine Tötungsabsicht. Einem Gutachten zufolge war der Zwickauer voll schuldfähig.
11.11.2011 - 13:00 Uhr
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