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Lebenslang für Polizisten nach Todesschüssen auf Jugendlichen

AFP VOM 11.10.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 904 Aufrufe
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Polizisten, Jugendlicher

Vorfall in Athen hatte Ende 2008 zu schweren Unruhen geführt

Wegen der tödlichen Schüsse auf einen 15-Jährigen im Dezember 2008, die schwere Unruhen in Griechenland ausgelöst hatten, ist ein Polizist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Gericht im zentralgriechischen Amfissa verhängte am Montag die Höchststrafe für den 38-jährigen Beamten. Der Mann war zuvor bereits wegen vorsätzlicher Tötung für schuldig befunden worden.

Der Polizist hatte bei einem Einsatz in der Hauptstadt Athen am 6. Dezember 2008 drei Schüsse auf eine Gruppe Jugendliche abgegeben und dabei den 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos getötet. In den folgenden Tagen und Wochen demonstrierten in Griechenland zehntausende Menschen gegen die Polizeigewalt, dabei kam es immer wieder zu gewalttätigen Zusammenstößen. Aus Sicherheitsgründen fand der Prozess in Amfissa und nicht in Athen statt, wo die Behörden Ausschreitungen befürchten.

Die Verteidigung hatte den Tod des Jugendlichen als "tragischen Unfall" bezeichnet und angeführt, dass sich der Polizist gegen die Gruppe verteidigen wollte. Das Gericht folgte mit seinem Urteil jedoch einem Antrag der Staatsanwaltschaft und erkannte keine mildernden Umstände an. Ein 32-jähriger Polizist, der an dem Einsatz beteiligt war, wurde wegen Beihilfe verurteilt.

11. Oktober 2010 - 12.57 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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