Langjährige Haftstrafen gegen Draskovic-Attentäter bestätigt
AFP VOM 25.12.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 921 Aufrufe Mehr zum Thema:Attentat
Urteil des serbischen Obersten Gerichtshofs nicht mehr anfechtbar
Der Oberste Gerichtshof Serbiens hat langjährige Haftstrafen gegen die Drahtzieher eines 1999 verübten Mordversuchs an dem damaligen Oppositionspolitiker und späteren Außenminister Vuk Draskovic letztinstanzlich bestätigt. Der frühere Geheimdienstchef Radomir Markovic aus der Ära von Präsident Slobodan Milosevic ist damit rechtsgültig zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt, wie die Nachrichtenagentur Beta am Freitag berichtete. Auch die 40-jährige Haftstrafe gegen den Chef der Polizei-Sondereinheit "Rote Barette", Milorad Ulemek alias Legija ("der Legionär"), wurde bestätigt. Die Höchststrafe bekamen auch Branko Bercek und Nenad Illic, die zu der Einheit gehörten.
Illic war der Fahrer eines Lastwagens, der im Oktober 1999 auf einer Autobahn bei Belgrad einen Lastwagen in Draskovics Autokonvoi steuerte. Vier Mitarbeiter Draskovics kamen bei dem Anschlag ums Leben, während der Oppositionspolitiker mit leichten Verletzungen davonkam. Draskovic war zum Zeitpunkt des Attentats einer der führenden serbischen Oppositionspolitiker, von 2003 bis 2007 amtierte er als Außenminister. Ulemek war bereits als Drahtzieher der Ermordung des früheren serbischen Regierungschefs Zoran Djindjic im Jahr 2003 sowie von Ex-Staatschef Ivan Stambolic im Jahr 2000 zur Höchststrafe von 40 Jahren Haft verurteilt worden.
Milosevic war in den 90er Jahren in verschiedenen Funktionen der starke Mann im Belgrader Machtapparat. Er starb am 11. März 2006 als Untersuchungshäftling der Internationalen Tribunals für Ex-Jugoslawien in Den Haag, wo er wegen Kriegsverbrechen angeklagt war. Das Urteil hätte wenig später verkündet werden sollen.
25. Dezember 2009 - 17.57 Uhr
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