
Weil sie Reformhäusern und Bioläden im großen Stil Eier aus Käfighaltung als Bio-Eier untergejubelt haben soll, muss sich eine schleswig-holsteinische Landwirtin wohl demnächst vor Gericht verantworten. Die 47-Jährige aus dem Kreis Segeberg sei wegen gewerbsmäßigen Betrugs, der irreführenden Kennzeichnung von Lebensmitteln und Verstoßes gegen das Ökolandbaugesetz in mehr als 500 Fällen angeklagt, teilte die Kieler Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Ein Prozesstermin stehe noch nicht fest.
Bevor die Behörden ihr 2006 auf die Schliche kamen, hatte die Frau laut Anklage jahrelang Eier aus Lege-Batterien hinzugekauft und denjenigen aus ihrer eigenen, ökologischen Produktion beigefügt. Zuletzt machte sie demnach binnen eines Jahres mit den falschen Bio-Eiern fast 200.000 Euro Umsatz. Kunden der Angeschuldigten waren eine Vielzahl norddeutscher Reformhäuser und Bioläden.
10. Oktober 2008 - 17.10 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2008

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