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Kurt Tucholsky - 1/6
stu vom 08.02.2001   |   31806 Aufrufe   |   Rubrik: Unterhaltung - Das Recht in der Geschichte

Kurt Tucholsky

Kurt Tucholsky

Kurt Tucholsky

Überblick

Kurt Tucholsky (1890 - 1935) zählt zu den größten Satirikern und Gesellschaftskritikern des zwanzigsten Jahrhunderts. Er arbeitete als Journalist und Schriftsteller, war aber eigentlich promovierter Jurist. Sein Jurastudium absolvierte er in seiner Heimatstadt Berlin und in Genf. Nach seiner Promotion 1915 wurde er während des 1. Weltkrieges zum Heer berufen. Tucholsky war Zeit seines Lebens Kriegsgegner, er sprach sich offen gegen den Krieg aus und engagierte sich in pazifistischen Organisationen.

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Als Journalist war er hauptsächlich für die Zeitschrift "Die Weltbühne" tätig, 1924 lebte er als Korrespondent in Paris. Er schrieb sowohl unter seinem eigenen Namen, als auch unter den Pseudonymen Theobald Tiger, Peter Panther, Ignaz Wrobel und Kaspar Hauser. Mit deren Verwendung wollte er die Suche nach der eigenen Identität in der zerrissenen Nachkriegsgesellschaft symbolisieren.

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Politisch bemüht, stellte Tucholsky sich auf die Seite der Unterprivilegierten; er kritisierte das soziale Unrecht und die Klassenjustiz. 1929 erschien in Zusammenarbeit mit John Heartfield das satirische Werk "Deutschland, Deutschland über alles. Ein Bilderbuch von Kurt Tucholsky und vielen Fotografen". Mit diesem politischen Resümee wollte er die Wählermassen Deutschlands gegen den deutschen Militarismus und den übersteigerten Patriotismus und Nationalismus beeinflussen.In vielen seinen Publikationen (Satiren, Lyrik, Aphorismen) äußerte er sich auch gegen die Mängel der Weimarer Republik und gegen die inhumane Rechtsprechung deutscher Gerichte.

1929 emigrierte der "radikale Intellektuelle" Tucholsky nach Schweden. Auch dort schrieb er noch eine Zeitlang weiter, 1931 erschien der Roman "Schloß Gripsholm". Mit der Zeit hinderten ihn seine heftiger werdenden Depressionen mehr und mehr an der Arbeit, bis er schließlich das Schreiben ganz aufgab.Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten bürgerten ihn diese1933 aus Deutschland aus, seine Bücher wurden öffentlich verbrannt.Schwer depressiv und krank verübte Kurt Tucholsky 1935 in seinem schwedischen Exil Selbstmord.

Auf den nächsten Seiten finden Sie einige satirische Beispiele aus Tucholskys Veröffentlichungen.

Seite 1: Überblick
Seite 2: Wiederaufnahmeverhandlung
Seite 3: Der Mensch
Seite 4: Der Verkehr
Seite 5: Deutsche Richter von 1940
Seite 6: Der Bewachte Kriegsschauplatz


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