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Kruzifixe in Schulen beschäftigen erneut Menschenrechtsgericht

AFP VOM 2.3.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 986 Aufrufe
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Kruzifix

Große Kammer wird erstinstanzliches Urteil überprüfen

Der Rechtsstreit über Kruzifixe in Schulen geht in eine neue Runde. Wie ein Sprecher des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte am Dienstag mitteilte, wird sich die aus 17 Richtern bestehende Große Kammer mit dem Fall befassen. Damit werde einem Antrag der italienischen Regierung stattgegeben. Mit einer Entscheidung, die dann endgültig ist, ist erst in mehreren Monaten zu rechnen.

Am 3. November hatte eine kleine Kammer des Gerichtshofs einer italienischen Mutter Recht gegeben, die in ihrem Land vergeblich durch alle Instanzen gegen die Kruzifixe in Klassenzimmern geklagt hatte. Die Straßburger Richter stellten einen Verstoß gegen das Recht der Eltern fest, über die Erziehung ihrer Kinder zu entscheiden. Außerdem könnten die Kreuze als "religiöse Symbole" für Schüler anderer Religionen oder bekenntnislose Kinder störend sein.

Das Urteil hatte in Italien und bei der katholischen Kirche große Empörung ausgelöst. Das Kreuz sei "nicht nur religiöses Symbol, sondern auch kulturelles Zeichen", hob die Deutsche Bischofskonferenz hervor. Der Vatikan kritisierte, im modernen Europa seien wohl bald nur noch Halloween-Kürbisse erlaubt.

2. März 2010 - 16.19 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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