In Serbien sind offenbar neun mutmaßliche Kriegsverbrecher gefasst worden, die 1999 im Kosovo-Krieg mehr als 200 Albaner getötet haben sollen. Bei den Verdächtigen handle es sich um Mitglieder paramilitärischer Gruppen oder um Polizei-Reservisten, verlautete am Freitagabend aus serbischen Ermittlerkreisen. Im Zuge ihrer Gräueltaten gegen die Albaner im Mai 1999 in Dörfern um die Stadt Pec im Westen der ehemals serbischen Provinz sollen die Männer auch die Häuser ihrer Opfer geplündert haben. Nach der Entmachtung von Slobodan Milosevic im Oktober 2000 begannen die serbischen Behörden langsam mit der Aufarbeitung der Verbrechen gegen die albanische Minderheit. Im Februar 2008 erklärte sich das Kosovo für unabhängig von Serbien.
13. März 2010 - 04.28 Uhr
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