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Krankenkasse stellt mich Massiv unter Druck, ich kann nicht mehr!

6.1.2016 Thema abonnieren Zum Thema: Krankenkasse
 Von 
Noname85
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 2x hilfreich)
Krankenkasse stellt mich Massiv unter Druck, ich kann nicht mehr!

Hallo,

ich bin seit Oktober 2015 Arbeitsunfähig wegen Depression.
Ich bin garnicht belastbar und scheiter selbst an den kleinsten Dinge im Alltag und fühle mich total unter Druck durch meine Krankenkassen.
Ich bekomm oft Anrufe und Briefe und einmal ruft Sachbearbeiterin das andere mal Sozialarbeiterin von der Krankenkasse an, jetzt ruft die Sachbearbeiterin an und meinte ich wäre Arbeitsfähig nach Aktenlage und wenn ich jetzt keine weiteren Berichte vom Arzt vorlege ich Arbeitsfähig eingestuft werde. Jetzt hat meine Frau einen Termin beim Psychiater gemacht aber natürlich mit 1 Monatiger Wartezeit!!! Ich brechen echt jetzt bald komplett zusammen, ich bin 30 und hab Frau und Kinder und Existenzängste. Nach dem Anruf ist mein Zustand nur besorgniserregend und ich bin echt fertig und hab gleich an diesem Tag meinem ersten Verkehrsunfall weil meinen Kopf nicht dort hatte wo er sein sollte.

Ich weiß nicht was ich jetzt tun soll, hab keinerlei finanzielle Rücklagen und kann nun garnicht mehr schlafen.

Timo

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Krankenkasse


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
fb367463-2
Status:
Lehrling
(1825 Beiträge, 950x hilfreich)

Vor allem nicht mehr mit der Kasse telefonieren! Wenn Ihre Frau zu Hause ist, soll sie einen schönen Gruß von Ihnen ausrichten, man möge Sie bitte schriftlich ansprechen. Sind Sie alleine zu Hause, gehen Sie einfach nicht ans Telefon, die werden sich schon melden wenn sie etwas wollen.

Es ist natürlich trotz allem etwas ungewöhnlich, dass jemand, der so stark unter Depressionen leidet, dass er krankgeschrieben ist, sich erst nach Monaten zur Vorstellung bei einem Psychiater entscheidet Ihnen jetzt zu sagen, dass das reichlich spät ist, ist natürlich müßig.

Sie werden jetzt nicht mehr um ein Gespräch mit einem Psychiater beziehungsweise dem MDK der Krankenkassen herumkommen. Wenn die Krankenkasse sie nach Aktenlage als arbeitsfähig einschätzt, kann man das nur noch durch ein fachärztliches Attest erschüttern. Das ist das erste Ziel nun.

Entschleunigen Sie sich mal ein bisschen, lassen Sie Ihre Frau die Telefonate beantworten und versuchen Sie ruhig zu bleiben.

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#2
 Von 
Noname85
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 2x hilfreich)

Tut mir leid ich wollte nicht zuweit ausholen aber ich war vor ca 7-8 Wochen bei einem Psychiater und sind so verblieben das ich zu einem Psychotherapie soll und das wir es erst ohne Medikament versuchen.
Psychotherapie hab ich daraufhin sofort gestartet und bin ich auch regelmäßig und die Psychotherapeutin möchte das ich eine reha anstrebe und müsste bin eh nochmal zum Psychiater da sie sowas nicht in die Wege leiten kann.
Zur Verteidigung muss ich auch sagen das ich momentan durch Umzug, Weihnachten usw. Alles erschwert... Termine im alten Wohnort der über 100km entfernt ist nun nehme ich sogar wahr bis ich mal hier Therapie starten kann. Bedeutet alle 2 Wochen fahre ich 200km um meine Psychotherapie nicht zu unterbrechen und im März hab ich dann hier einen neuen Therapeuten.

Geht einfach durch Umzug und Krankheit alles drunter und drüber.


-- Editiert von Noname85 am 06.01.2016 04:27

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#3
 Von 
AntoineDF
Status:
Schüler
(348 Beiträge, 285x hilfreich)

Hallo "Noname85",

ich kann den Empfehlungen von "fb367463-2" nur beipflichten. Lassen Sie sich von Anrufen nicht weiter unter Druck setzen und ignorieren Sie diese bestenfalls. Regeln Sie derartige Angelegenheiten lieber schriftlich, das schafft ein wenig Abstand zur Krankenkasse und Sie können sich auf Ihre Therapie konzentrieren. Wichtig ist nun, dass Ihre Frau Ihnen beisteht und Sie unterstützt.

Sollten Sie dann zu konkreten Schriftsätzen Fragen haben und Unterstützung suchen, sind Sie hier richtig. Man wird Ihnen weiterhelfen und Ihnen beistehen.

Einstweilen alles Gute und melden Sie sich gerne wieder, wenn Sie Hilfe brauchen.

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