Kommission: 2000 politisch motivierte Festnahmen in 2010 in Kuba
AFP VOM 12.1.2011 | Nachrichten - Allgemein | 873 Aufrufe Mehr zum Thema:Kuba
Menschenrechtsorganisation kritisiert fortdauernde Repressionen
In Kuba sind im vergangenen Jahr nach Angaben von Dissidenten mehr als 2000 kurzzeitige Festnahmen aus politischen Gründen erfolgt. 2010 seien mindestens 2074 Inhaftierungen von mehreren Stunden bis hin zu mehreren Tagen Dauer dokumentiert worden, erklärte die Kubanische Kommission für Menschenrechte und Nationale Versöhnung (CCDHRN) am Dienstag (Ortszeit) in Havanna. Dies sei eine hohe Zahl für ein Land, "in dem es keine Bürgerkriegssituation oder offenkundige politische Instabilität gibt". Die kommunistische Regierung betreibe eine "politische Repression niedriger Intensität", erklärte die Menschenrechtsorganisation.
Im Juli hatte Staatschef Raúl Castro nach Vermittlung der katholischen Kirche zugesichert, bis Anfang November 52 politische Gefangene freizulassen, die 2003 festgenommen und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden waren. Von ihnen kamen bislang 41 Häftlinge frei. Den übrigen elf Dissidenten wurde die Freilassung bisher verwehrt.
12.01.2011 - 12:31 Uhr


