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Kolumbianischer Armeechef tritt wegen illegaler Hinrichtungen zurück

AFP VOM 4.11.2008 | Nachrichten - Nachrichten | 1985 Aufrufe
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Hinrichtung, Kolumbien, Rücktritt, Armeechef

Im Skandal um illegale Hinrichtungen in Kolumbien hat Armeechef Mario Montoya seinen Rücktritt erklärt. Er werde künftig General im Ruhestand sein, teilte Montoya am Dienstag in Bogotá in einer Erklärung mit. In der vergangenen Woche hatte die kolumbianische Regierung 27 teils ranghohe Militärs wegen Mordverdachts entlassen, darunter drei Generäle. Den Entlassenen wird vorgeworfen, junge Menschen aus Armenvierteln entführt und getötet zu haben. Die Leichen der Verschleppten sollen sie anschließend als im Kampf getötete Rebellen der linksgerichteten FARC-Guerilla präsentiert haben, um so die Bilanz ihrer Einheiten im Kampf gegen die Rebellen aufzubessern.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International verübten die kolumbianischen Sicherheitskräfte im vergangenen Jahr 330 illegale Hinrichtungen. Montoya war seit Februar 2006 im Amt. Im Kampf gegen die FARC-Rebellen hatte er einige Erfolge erzielt und leitete im vergangenen Juli die Befreiung der franko-kolumbianischen FARC-Geisel Ingrid Betancourt.

4. November 2008 - 19.51 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2008




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