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Knobloch fordert Auslieferung von mutmaßlichem NS-Kriegsverbrecher - 1/1
AFP vom 09.07.2009   |   766 Aufrufe   |   Rubrik: Nachrichten - Allgemein

Knobloch fordert Auslieferung von mutmaßlichem NS-Kriegsverbrecher

Aus Niederlanden geflüchteter Faber lebt in Bayern

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat den deutschen Behörden im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher Klaas Carel Faber schwere Versäumnisse vorgeworfen. Es sei skandalös, dass der in den Niederlanden zu lebenslanger Haft verurteilte Faber bisher weder ausgeliefert noch in Deutschland einer gerechten Strafe zugeführt worden sei, erklärte die Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, am Donnerstag in München. Seit seiner Flucht aus einem niederländischen Gefängnis 1952 lebe der Mann unbehelligt in Deutschland, bemängelte Knobloch. Der Fall belege, wie milde die deutsche Justiz mit mutmaßlichen oder sogar mit rechtskräftig verurteilten NS-Kriegsverbrechern umgegangen sei.

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Faber wehrt sich den Angaben zufolge mit Hilfe eines von Adolf Hitler 1943 ergangenen Erlasses gegen seine Auslieferung. Die Justiz in seinem Wohnort Ingolstadt nannte den Vollzug des Urteils in den Niederlanden deshalb vor ein paar Jahren nicht zulässig. Faber wird die Ermordung von 22 Zivilisten vorgehalten, sein Bruder war wegen der Beteiligung an den Taten kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in den Niederlanden zum Tode verurteilt und hingerichtet worden. Knobloch erklärte, "die zuständigen Instanzen sind dringend gefordert, den Fall Faber wieder aufzunehmen und den verurteilten NS-Kriegsverbrecher auszuliefern oder in Deutschland ein Verfahren einzuleiten."

9. Juli 2009 - 17.18 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009



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