Die Klage des umstrittenen Managers Utz Claassen nach seinem raschen Rücktritt vom Chefposten der Solarfirma Solar Millennium wird erst im September verhandelt. Das Landgericht Nürnberg-Fürth habe die ursprünglich für heute angesetzte Verhandlung verschoben, sagte ein Justizsprecher in Nürnberg. Als neuer Termin sei der 17. September festgelegt worden.
Claassen will vom Gericht die Rechtmäßigkeit seines Abgangs bei der Firma Solar Millennium nach nur 74 Tagen feststellen lassen. Der frühere Chef des Energiekonzerns EnBW und Solar Millennium konnten sich bislang offenbar nicht über eine Rückzahlung seines Gehalts einigen. Bereits mit EnBW hatte sich Claassen um Millionen gestritten.
Claassen hatte seinen Job als neuer Chef bei Solar Millennium am 1. Januar dieses Jahres angetreten und schon Mitte März wieder niedergelegt. Über die Gründe wollte der Manager im Detail nicht sprechen, nach eigenen Angaben hat er sie aber in einem 27-seitigen Bericht für das Unternehmen niedergeschrieben. Claassen begründete seinen raschen Rücktritt damit, dass er seinen Prinzipien habe treu bleiben wollen.
30. Juli 2010 - 11.33 Uhr
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