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Klage gegen Madonna wegen Einsatzes für Homosexuelle
AFP VOM 17.8.2012 | Nachrichten - Allgemein | 575 Aufrufe Mehr zum Thema:Madonna, Homosexuelle, Klage, Russland
Russische Aktivisten wollen 8400 Euro Schadensersatz
Weil sie bei einem Konzert in St. Petersburg für die Rechte Homosexueller warb, ist US-Popstar Madonna von russischen Aktivisten verklagt worden. Die Klage richte sich auch gegen die Veranstalter des Konzerts vom 9. August, berichtete die Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Weil sie sich von Madonnas Forderungen beleidigt fühlten, fordern die Aktivisten 330.000 Rubel (etwa 8400 Euro) Schadensersatz. Die Pop-Queen hatte die Zuschauer bei dem Konzert aufgefordert, "ihre Achtung und ihre Liebe" für Homosexuelle zu zeigen. Auf ihrem Rücken stand "Ohne Angst".
In St. Petersburg war im Februar ein Gesetz in Kraft getreten, das ein öffentliches Eintreten für Homosexualität und Pädophilie verbietet und Strafen von umgerechnet bis zu 12.500 Euro vorsieht. Kritiker monieren vor allem die Gleichstellung von Homosexuellen und Pädophilen in dem Gesetz.
Homosexuelle sind in Russland äußerst schlecht angesehen. Bis 1993 galt Homosexualität in dem Land als Straftat und noch bis 1999 als psychische Krankheit. Die seit 2006 von russischen Homosexuellen versuchten Gay-Paraden wurden verboten und von der Polizei aufgelöst.
© AFP Agence France-Presse GmbH 2012
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