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Kindergeldanspruch nach Umzug

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Kindergeldanspruch nach Umzug

Hallo,

ich bin neu hier und möchte gerne einen komplizierten Fall hier erörtern und euch um Hilfe bitten.

Mein Sohn (knapp 17) ist nach fast zehn Jahren Martyrium, das er bei seiner intriganten Mutter ertragen musste, nun endlich aus freien Stücken zu mir gezogen. Kurz vorweg: Meine Ex ist vor 11 Jahren mit meinem Sohn von hier weg gezogen, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion. Sie hat ihn am neuen Wohnort angemeldet, dabei ist damals etwas schief gelaufen, dazu aber später mehr.

Mein Sohn ist am 1. August 2011 mit einem Bahnticket, das ich für ihn gebucht hatte, zu mir gereist. Seine Mutter wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass er nicht mehr zurück kehren würde. Sein Entschluss stand aber schon fest und wir haben einige öffentliche Institution um Hilfe und Rat gefragt, da seine Mutter das alleinige Sorge- und Aufenthalsbestimmungsrecht hat. Es ist uns gelungen noch im August eine Einigung zu erzielen und ich habe nun schriftlich die Einwilligung dass mein Sohn bei mir leben darf. Seine Mutter hat allerdings erst nach langem hin und her eingesehen, dass in diesem Alter ein durchsetzen rechtlicher Schritte sicher kein harmonisches Zusammenleben mehr zwischen ihr und unserem Sohn herbei geführt hätte.

Nun zu den Vorfällen.

Ich wollte meinen Sohn in K. anmelden. Das Bürgercenter aber meinte, dass mein Sohn hier bei mir nie abgemeldet gewesen wäre. Gleichwohl war er aber auch bei seiner Mutter in B. gemeldet! Er hatte also über all die Jahre seit dem Wegzug meiner Exfrau zwei Hauptwohnsitze in Deutschland. Das Anmelden in K. funktionierte nun nicht, ich erhielt keine Änderung in seiem Personalausweis und auch die Meldebescheinigung, bzw. die Haushaltsbescheinigung verwehrte man mir, mit der Bitte doch eine Klärung des Falles abzuwarten. Erst im Dezember konnte ich meinen Sohn anmelden. Als Meldedatum wurde der 1. September 2011 vermerkt. Auch die Haushaltsbescheinigung wies dies aus.

Mit meiner Ex hatte ich telefonisch vereinbart, dass ich das Kindergeld für August und September noch von ihr erhalten würde. Sie hat Anfang September das Kindergeld für August und Anfang Oktober das Kindergeld für September überwiesen. Telefonisch teilte sie mir mit, dass sie im September zum letzten Mal Kindergeld erhalten würde. Für mich war klar: Kindergeld hatte ich für August und September von meiner Ex erhalten, also würde ich den Antrag ab Oktober stellen. Gesagt getan. Nun kommt der dicke Hund! Die Familienkasse in K. teilte mir mit, das es Probleme gäbe, weil in B. entgegen der Aussage meiner Ex, im Oktober noch eine Kindergeldzahlung stattgefunden habe! Man könne mir für Oktober also kein Kindergeld auszahlen. Nun hat die Familienkasse ihrerseits meine Ex angeschrieben und um Klärung gebeten.

Ein Anruf bei meiner Ex zeigt nun, dass sie den Fall nun ganz anders sieht. Sie behauptet nun, sie habe mir nie Kindergeld für August gezahlt, sondern nur für September und Oktober. Dabei hat sie sich aber mehrmals versprochen und auch zugegeben, dass sie mit dem Kindergeld für Oktober eigentlich gar nicht mehr gerechnet hatte. Sie bleibt nun aber dabei: Sie hat mir Kindergeld für September und Oktober überwiesen und nicht, wie wir das vereinbart hatten, für August und September. So schulde sie mir auch keinen Cent und werde auch an die Familienkasse in B. keinen Cent zurück erstatten, da sie ja nicht wusste dass unser Sohn, nachdem er am 1. August bei ihr auszog, nicht mehr zurück kehren würde. Das Kindergeld, so meint sie, stünde ihr für den August zu 100% zu, ungeachtet dessen, ob unser Sohn nun hier in K. bei mir gelebt hatte oder nicht. Zusätzlich beruft sie sich noch auf seinen Wohnsitz in B. , der ja schließlich erst am 1. September abgemeldet wurde. da hat sie wohl vergessen, dass mein Sohn auch in K. offiziell reinen festen Hauptwohnsitz im August hatte (und auch fast 11 Jahre zuvor).

Nun frage ich mich, hat sie wirklich den Anspruch auf das Kindergeld, obwohl unser Sohn überhaupt nicht mehr dort gewohnt hat? Das kann doch wohl nicht sein, oder?

Ich habe nun folgendes Urteil gefunden: Urteil

Gibt mir das recht? ich habe es mir durch gelesen und sehe mich in meiner Meinung bestätigt, dass dem das Kindergeld zusteht, bei dem das Kind seinen Festen Lebensmittelpunkt hat. Ich muss noch unbedingt erwähnen, dass seine Mutter alle seine Sachen behalten hat und keinerlei Kooperationsbereitschaft zeigt, ihm per Paketdienst Kleidung, Schuhe, Winterklamotten und viele persönliche Dinge zukommen zu lassen. ich musste meinen Jungen als komplett einkleiden, ihm ein Zimmer einrichten und viele Dinge, die er schon hatte, neu kaufen. Ein Transport kommt aus persönlichen Gründen und wegen der großen Distanz derzeit nicht in Frage. Eine Übernahme der Portokosten von meiner Seite lehnte sie auch ab. Sie meint, sie macht keinen Finger mehr krumm für ihren Sohn.

Eine verfahrene Situation.

Ich will am Montag versuchen Klage gegen meine Ex einzureichen. Vorher aber will ich ausloten in wie weit die Familienkassen hinter mir stehen. Ich kann selbstverständlich nachweisen, dass mein Sohn seit 1. August durchgehend bei mir lebt. es gibt sehr viele Zeugen, dann offizielle Stellen, wie z.B. das Jugendamt in K., ein personengebundenes Zugticket und natürlich die Aussage meines Sohnes an sich.

Wie stehen meine Chancen? Würdet ihr das verfolgen, oder lieber keine grauen Haare riskieren und ihr das Geld schenken? Mir geht es hier nicht um alte Rechnungen, sondern wirklich um die 185 Euro, die mein Sohn wirklich gut für Anschaffungen brauchen könnte und die seiner Mutter meines Erachtens als allerletzter Person zustehen.

Viele Grüße,

Michael

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-- Editiert fb327669-31 am 03.02.2012 19:18

-- Editiert fb327669-31 am 03.02.2012 19:21

-- Editiert fb327669-31 am 03.02.2012 19:21


von Netjoker2000 am 03.02.2012 19:16
Status: Frischling (5 Beiträge)
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>Kindergeldanspruch nach Umzug

Du hast es offenbar verstanden 11 Jahre lang so guten Kontakt zu deinem Sohn zu halten dass er sich trotz aller Widrigkeiten und unter Aufgabe seines Freundeskreises zu dir aufgemacht hat und willst jetzt wegen 184,00€ eine Klage gegen die Mutter führen?

Natürlich steht das Recht auf deiner Seite, allerdings hätte die Mutter den Sohn auch mit Polizeigewalt (Entziehung Minderjähriger ist ein Straftatsdelikt)bei dir wieder einkassieren können. Offenbar hat sie aber eingesehen dass Eurer Sohn zu allem entschlossen ist und hat gemäß dem Kindeswohl agiert.

Und, zu deiner obigen Bemerkung: wenn der Junge tatsächlich 11 Jahre ein Martyrium durchmachen musste, wäre es viel früher an Dir gewesen ihn da rauszuholen.

Also: letzter Absatz, zweiter Satz (der mit den grauen Haaren
)

Im Übrigen kümmern sich die Kindergeldkassen selbst um die Beitreibung bei zuviel/doppelt gezahltem Kindergeld. Wenn das bei dir nicht der Fall war, war die Sachlage mit der Um-/An-/Weitermeldung wohl doch nicht ganz klar.

Gruß Nubi

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"Einmal dumm gestellt, reicht fürs ganze Leben."


von Nubikalee am 03.02.2012 19:52
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>Kindergeldanspruch nach Umzug
Hallo Michael,

quote:
Ich will am Montag versuchen Klage gegen meine Ex einzureichen

Wegen 184 Ocken?
Da bin ich gespannt, ob du dafür einen Anwalt findest...

Mein Rat: Schone deine Nerven für *richtige* Probleme.

Was macht der Sohn zur Zeit? Schule, Ausbildung?
Wie wird Kindesunterhalt geregelt?
Zahlt sie?
Hast du bezahlt? Besteht ein Titel?

Grüßle


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""Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.""


von Loddar am 03.02.2012 19:54
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>Kindergeldanspruch nach Umzug
Aus dem "gelinkten" Urteil:
"...und damit Anspruch auf Auszahlung des Kindergeldes hat, wenn das Kind seit mehr als drei Monaten dort lebt und eine Rückkehr in den Haushalt des sorgeberechtigten Elternteils nicht von vornherein feststeht."

Passt also nicht.

Es lohnt wirklich nicht, die Mutter kann auch irgendeine unvorhersehbare Ausgabe auf den Tisch zaubern vor Gericht....

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von hamburgerin01 am 03.02.2012 21:24
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>Kindergeldanspruch nach Umzug
Vielen Dank an euch für eure Einschätzung!

Ich will kurz auf eure Beiträge eingehen.

Warum ich auf die 185,- Euro nicht verzichten will? Weil sie mir und meinem Sohn fehlen. Ich bin durch einen schwere Augenerkrankung in 2011 und nach schwerer Augen-OP rechts fast 9 Monate erwerbsunfähig gewesen und musste von meinen Rücklagen leben. Ich bin seit über 10 Jahren selbständig in der EDV-Branche tätig. Seit Ende 2011 kann ich wieder eingeschränkt arbeiten, mein Geld ist aber fast aufgebraucht und die Geschäfte laufen sehr schleppen wieder an. Unterstützung vom Staat in welcher Form auch immer, ist für mich das allerletzte Mittel und ich möchte keinesfalls darauf zurück greifen. Ich brauche das Geld. Durch die Widrigkeiten bei der Meldebehörde und die jetzt aufgetretenen Diskrepanzen bei der Kindergeld-Beantragung fehlen nun schon 5 Monate. Einen Monat will mir meine Ex abspenstig machen, das auch noch völlig zu unrecht! Ich möchte das im Grunde nicht so hinnehmen.

Sie hat mich wegen eines Streites um zu wenig gezahlten Unterhalt (ich konnte nicht wegen schlecht laufender Geschäfte und eines nicht mehr zahlenden Großkunden) sogar bei der Staatsanwaltschaft angeschissen, die daraufhin 3 Jahre gegen mich ermittelt haben, wie gegen einen Schwerverbrecher. Ich musste Haus- und Gechäftsdurchsuchungen über mich ergehen lassen, hatte tagelang keine Rechner mehr zum arbeiten, weil bechlagnahmt, es wurde schlecht über mich geredet, weil laufend Polizei im Haus war... usw. Durch die ganzen Ermittlungen wurde auch mein Geschäft stark in Mitleidenschaft gezogen, weil die Leute spekulierten und redeten. Die Liste ist schier unendlich. Kaum hatte ich mal wieder etwas Ruhe, kam der nächste Brief von Polizei, Staatsanwalt oder Rechtsanwälten. Das geht nun fast 11 Jahre so. Sie ist damals klammheimlich verschwunden, als ich für mehrere Tage auswärts arbeiten war. Ich ahnte nicht einmal, dass sie einen anderen übers Internet kennen gelernt hatte, diesen jemand schon seit Monaten regelmäßig getroffen hatte und dann mit unserem Sohn zu ihm gezogen ist. Als dieser jemand meine Ex nach nur 6 Wochen krankenhausreif geschlagen hatte und sie bettelte wieder nach Hause kommen zu dürfen, weil es bei mir doch alles so schön war, zeigte ich ihr die kalte Schulter und lehnte endgültig ab. Meine Versuche meinen Sohn wieder nach Hause zu holen, endeten dann in der Androhung mich anzuzeigen und mich des sexuellen Missbrauches zu bezichtigen, um eine Rückkehr meines Sohnes für immer zu verhindern. Die Ex-Frau eines sehr guten Freundes hatte das bei der Scheidung in die Tat umgesetzt, mein Freund durfte alleine aufgrund des Verdachtes seinen Sohn nur noch sehr selten und nur in Begleitung eines Mitarbeiters des Jugendamtes sehen. Das wollte ich mir und meinem Jungen nicht antun, also einigten wir uns auf ein Besuchsrecht und mein Sohn war immer in den Ferien da.

Mein Sohn hat letztes Jahr die Schule mit der mittleren Reife abgeschlossen. Nachdem er seine Mutter mehrmals schwer verprügelt hatte (mein Sohn hat in meiner Gegenwart noch nie gewalttätige Neigungen gezeigt und ist die Ruhe selbst!), bot ich meiner Ex an, ihn zu mir zu nehmen, sie meinte nur: "Nur über meine Leiche". Der Junge war immer nur eine Mittel, weiter Druck auf mich auszuüben. Meine Ex ist hochgradig manipulativ veranlagt und fühlt sich nur wohl, wenn sie auf andere Menschen größtmöglichen Einfluss nehmen, oder sie manipulieren oder gegeneinander aufbringen kann. Sie hat sich schon immer am Elend anderer erfreut. Nun zuletzt wollte er mich im Krankenhaus anrufen, um sich nach meinem Zustand zu erkundigen und seine Mutter riss das Kabel aus der Wand, als sie das mitbekommen hat, drohte ihm noch mit Hausarrest, Taschengeldsperre und Computerentzug. Sie hat mich dann angerufen und mir heulend erzählt, dass er sie mit dem Telefonhörer drei mal ins Gesicht geschlagen habe und mich gebeten ihn zur Vernunft zu bringen. Ich lehnte ab und legte ihr nahe, ihn endlich gehen zu lassen, nachdem sie ihn fast 11 Jahre gezwungen hatte in einer Umgebung zu leben, in der er sich nie wohl gefühlt hatte.

Das ganze Ausmaß kann man hier nicht in Worte fassen. ich bin heute noch schockiert mit einem solchen Menschen verheiratet gewesen zu sein, so getäuscht worden zu sein. Aber als "normaler" Mensch erkennt man Psychopathen wohl nur sehr schwer. Mittlerweile ist es so, dass mein Sohn seine Mutter hasst. Er hat zu Weihnachten Freunde in B. besucht und seiner Mutter gedroht, ihn nicht aufzusuchen, da er die Polizei rufen würde, sobald sie sich ihm nähern würde. Das war schon extrem.

Mein Sohn fängt im August eine Ausbildung als IT-Elektroniker an. Er meinte selbst, von seiner Mutter nie auch nur die geringste Unterstützung erfahren zu haben und deshalb letztes Jahr auch keine Lehrstelle gefunden zu haben.

Sicher möchte ich nur, dass mein Sohn sich gut entwickelt, seine schweren Defizite, die er seine Mutter zu verdanken hat, schnell aufarbeiten kann und einfach ein glückliches Leben führt.

Im übrigen ist meine Ex der Meinung, dass ich es nicht versuchen solle Unterhalt von ihr einzuklagen, da sie niemals Unterhalt an mich zahlen wird. Eher würde sie sterben, als mir auch nur einen Cent zu geben, so ihre Worte. Bisher habe ich nichts unternommen in Richtung Unterhalt, da ich klar komme. Dass sie aber zu Unrecht das Kindergeld einbehält, das ärgert mich maßlos. Ich denke, ich werde den Fall der hiesigen Familienkasse mal so in allen Details offen legen und schauen, was die unternehmen.

Im Grunde geht es mir um die Rechtslage. Wem steht für August das Kindergeld zu? Sie ist der Meinung, da er noch dort gemeldet war und sie nicht wusste, dass er nicht mehr zurück kommt, steht es ihr zu. Bei mir war er ja aber auch gemeldet... aber bei mir hat er gelebt im August. Aber recht haben und recht kriegen sind wohl zwei paar Schuhe. ich werde erst mal versuchen die hiesige und die dortige Familienkasse zu überzeugen, dass hier ein Fehlverhalten der Mutter vorliegt.

So, ich geh nun mal ins Wochenende.

Gruß, Michael


-- Editiert fb327669-31 am 03.02.2012 22:33


von Netjoker2000 am 03.02.2012 22:28
Status: Frischling (5 Beiträge)
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>Kindergeldanspruch nach Umzug
Schlimme Geschichte. Unabhängig von Deinem Anliegen sollte sich Dein Sohn möglichst schnell psychologische Hilfe holen. Kann doch nicht angehen, dass ein "Kind" seine eigene Mutter verprügelt.

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von Marie-Sophie40 am 03.02.2012 22:57
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>Kindergeldanspruch nach Umzug
Dann schreiben Sie uns doch bitte mal nächste Woche, was Sie damit bezwecken: "ich werde erst mal versuchen die hiesige und die dortige Familienkasse zu überzeugen, dass hier ein Fehlverhalten der Mutter vorliegt."


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von hamburgerin01 am 03.02.2012 23:08
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>Kindergeldanspruch nach Umzug
@Michael,

dein Sohn braucht psychologische Hilfe. Und das schnell.
11 Jahre hast du das gewusst und nix unternommen!

quote:
Bisher habe ich nichts unternommen in Richtung Unterhalt, da ich klar komme.

Ich könnte mir vorstellen, dass momentan, da keine Schule, keine Ausbildung, auch kein Anspruch vorliegt.

quote:
Kaum hatte ich mal wieder etwas Ruhe, kam der nächste Brief von Polizei, Staatsanwalt oder Rechtsanwälten. Das geht nun fast 11 Jahre so.

D.h. du hast nie voll bezahlt, wenn überhaupt?
Und jetzt machst du Krawall wegen 184€?

Packt eure Probleme anders an!

Grüßle

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von Loddar am 04.02.2012 00:18
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>Kindergeldanspruch nach Umzug
Wie schon gesagt, meinem Sohn geht es wirklich sehr, sehr gut, er ist hier integriert, hat schnell neue Freunde gefunden (das ist er leider gewohnt, da seine Mutter wie eine Wanderheuschrecke, alle paar Jahre zu einem anderen Mann zieht), er unternimmt regelmäßig mit seinem Opa große Wanderungen und ist in jeder Hinsicht offen. Er hat sich bei mir schon vollends ausgeheult und er hasst seine Mutter seit dem Tag an dem sie ihn gewaltsam aus seinem gewohnten Leben hier heraus gerissen hat.

Meine Ex versucht seitdem mir zu schaden, wo sie nur kann. Sie hat blindlings Anzeigen wegen Schwararbeit gegen mich gestellt, nur um mir Probleme zu machen. Alles verlief ergebnislos im Sande, aber die Ermittlungen und Untersuchungen, die Polizeibesuche, das zermürbt! Ich zucke heute noch zusammen, wenn es an der Tür klingelt und sich niemand telefonisch angemeldet hat. Auch dieses riesige Ermittlungsverfahren wurde dortigen Gericht zu meinen Gunsten entschieden, da ich glaubhaft nachweisen konnte, dass ich von meinem selbständig erwirtschafteten Einkommen gerade so mich und meine neue Patchwork-Familie über Wasser halten konnte. Der Richter sah es als erwiesen an, dass ich sogar durch Sonderzugaben, die regelmäßig flossen, noch mehr getan hatte, als mir eigentlich zumutbar war. ich wollte meinem Sohn immer helfen und es viel mir sehr sehr schwer ihn nach 3 oder 4 Wochen, die er in den Ferien bei uns war, wieder gehen zu lassen, oder ihn vielmehr heim zu schicken. Ich konnte ihm nur sagen, dass unsere Tür immer für ihn offen steht, aber er hatte eine unsagbare Angst vor seiner Mutter, weil sie ihm immer drohte, ihn von der Polizei hier heraus holen lassen, sei er nicht pünktlich wieder zurück.

Erst mit 16 1/2 hatte er den Mut, dort alles hinter sich zu lassen. Als er hier ankam, wusste er bereits, dass alles was dort an Hab und Gut hatte für ihn verloren sein würde. Sein Roller, sein Computer, sein ganzes Zimmer, selbst seine Kleidung. Wir haben nichts erhalten, ausser nach langem Drängen eine Kiste mit alten Kleidern, die ihm nicht mehr passten oder kaputt waren. ich glaube ein Hemd, ein Pullover, eine Jeans und etwas Unterwäsche konnten wir noch benutzen, der Rest wanderte auf den Müll oder in die Altkleidersammlung. Um dem Ganzen noch eins drauf zu setzen, hat sie dann noch 5 Euro Portokosten für das Paket von der zweiten der beiden Kindergeldzahlungen abgezogen. In einem ihrer letzten Anrufe teilte sie mir wörtlich mit: " Ohne ihn ist unser Leben um so vieles besser! Wir vermissen ihn nicht...." Ich hatte den Lautsprecher an und mein Sohn konnte mit hören. Das war hart für ihn, aber er fühlte sich ohnehin ungeliebt. Sein Stiefvater hatte für ihn überhaupt nichts übrig, sie waren wie Fremde zueinander.

Momentan hat es nicht den Anschein, als bräuchte mein Sohn psychologische Unterstützung, denn meine Ex hat schon früher immer Prügel bezogen - und ich weiß ganz genau, wie sie provozieren kann durch ihr zum Teil völlig irrationalen Handlungen. So war das Verbot mit seinem Vater in Kontakt zu treten für meinen Sohn eine nicht hinnehmbare Härte und darüber hinaus eine seelische Qual, weil er es überwiegend heimlich tun musste. Die letzten zwei Jahre hatte sie ihm regelmäßig Ferienjobs oder Freizeiten vermittelt, so dass er in den längeren Schulferien überhaupt nicht mehr zu mir kommen konnte und wir uns 2 Jahre nur heimlich über Skype sehen konnten.

Ich habe nun eine ausführliche Abhandlung über die Geschehnisse geschrieben und darin klar gestellt, dass die Mutter meines Sohnes ein Kindergeld zu viel bezogen hatte, in einem Zeitraum in dem mein Sohn durchgehend nicht mehr bei ihr lebte und sie schon wusste, dass er freiwillig nie wieder zurück kehren würde. Ich habe dieses schreiben an die hiesige und die dortige Kindergeldstelle geschickt und hoffe auf deren Unterstützung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man der Mutter das Kindergeld zuspricht, obwohl mein Sohn nachweislich nicht mehr dort gelebt hat! Sogar für sein Zugticket für die Anreise zu mir musste er selbst von seinem Taschengeld aufkommen. Sein ganzes Erspartes hat sie einbehalten, nur etwa 160,- Euro von seinem Girokonto sind ihm geblieben.

Es ist ein Jammer... aber wir kriegen das schon hin. Wenn ich das Kindergeld wider Erwarten nicht kriegen sollte, lass ich die Sache auf sich beruhen und werde mich auf die Zukunft freuen, in der ich meine Ex endlich aus meinem Leben streichen kann und keine Eskapaden mehr fürchten muss. Wenn mein Sohne in einem Jahr 18 wird, wird sich ihr Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht auch endgültig in Luft auflösen. Das ist momentan noch meine einzige Angst. Irgendwo habe ich auch was von Entführung gelesen, glaube in der Rechtswelt spricht man auch von "Entziehung" eines Kindes. Davon kann hier keine Rede sein, da er nachweislich aus freien Stücken hier ist.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und werde euch hier dann mal auf dem Laufenden halten. Vielleicht ist es für den einen oder anderen interessant, der sich in einer ähnlichen Situation befindet.

Viele Grüße

Michael

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-- Editiert fb327669-31 am 04.02.2012 14:02

-- Editiert fb327669-31 am 04.02.2012 14:04


von Netjoker2000 am 04.02.2012 14:01
Status: Frischling (5 Beiträge)
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>Kindergeldanspruch nach Umzug
Lieber TE,

soweit ich von gestern noch in Erinnerung habe, wurdest Du von Deiner Ex "Hals über Kopf" verlassen, ist dies richtig?

Weiter schreibst Du, Deine Ex würde Dir seit 11 Jahren nur schaden wollen, richtig?

Hierzu meine Fragen:

1. Wieso verließ sie Dich?
2. Hast Du Dich ihr gegenüber IMMER korrekt verhalten?
3. Wie kommt Deine EX dazu den Verdacht zu haben, Du könntest schwarz Geld verdienen? (Vielleicht weil sie es weiß und Du wenig bis gar keinen Unterhalt bezahlt hast?

Weißt Du, eine Frau die einen Mann verlässt will nicht einfach so ohne Grund dem Mann schaden. Das hat meist gute Gründe.



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-- Editiert Marie-Sophie40 am 04.02.2012 15:14


von Marie-Sophie40 am 04.02.2012 15:13
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>Kindergeldanspruch nach Umzug
quote:
Weißt Du, eine Frau die einen Mann verlässt will nicht einfach so ohne Grund dem Mann schaden. Das hat meist gute Gründe.
Oft sogar nur einen - ein neuer Partner.

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"gruß azrael"


von azrael am 05.02.2012 00:11
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