Der kenianische Präsident Mwai Kibaki hat die Todesurteile von rund 4000 Gefangenen ausnahmslos in lebenslange Haft umgewandelt. Seit 22 Jahren sei die Todesstrafe nicht mehr vollstreckt worden, heißt es in einer Erklärung des Präsidenten. So hätten sich in den Gefängnissen des Landes 4000 zum Tode verurteilte Häftlinge angesammelt.
Nach Angaben des Präsidialamtes wurde die Entscheidung Kibakis maßgeblich dadurch motiviert, dass die Todeskandidaten aufgrund der Gesetzeslage nicht zur Arbeit herangezogen werden dürfen. Dies führe zu Problemen mit der Disziplin in den Haftanstalten. Zudem will der Präsident mit seiner Entscheidung die Auswirkungen eines langen Aufenthalts in der Todeszelle auf die Psyche der Gefangenen eindämmen. Kibaki erklärte, seine Entscheidung bedeute nicht die Abschaffung der Todesstrafe in Kenia.
3. August 2009 - 17.11 Uhr
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