Kein pauschaler Fahrtkostenersatz für Umwege wegen Umleitungen oder Ortsunkenntnis eines Sachverständigen

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Grundsätzlich ist der Sachverständige bei der Wahl seines Reiseweges zum Ortstermin frei. Allerdings darf durch die Wahl eines Umwegs die Gesamtentschädigung nicht unangemessen höher ausfallen, als bei der Berechnung der tatsächlichen Fahrtstrecke.

Als Fahrtkostenersatz dürfen nur die tatsächlich mit dem Pkw gefahrenen Kilometer angesetzt werden. Wegberechnungsprogramme („Routenplaner“) können als Plausibilitätskontrolle dienen, wobei das Gericht die Mindestwegstrecke an Hand eines Routenplaners überprüfen kann.

Roger Blum
seit 2010 bei
123recht.net
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Walther-Nernst-Straße 1
12489 Berlin
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Web: www.blum-hanke.de
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Gewerblicher Rechtsschutz, Reiserecht, Vertragsrecht, Arbeitsrecht

Ein pauschaler Aufschlag wegen der allgemeinen Möglichkeit, sich zu verfahren, findet im Justizvergütungs- und –entschädigungsgesetz (JVEG) keine Grundlage (LG Berlin, Beschluss v. 8.09.2010, Az.: 22 OH 13/08).

Rechtsanwalt Dr. Roger Blum
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

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