Kein Feiertagszuschlag für Oster- und Pfingstsonntag

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Über die Anerkennung von Oster- und Pfingstsonntag als gesetzlicher Feiertag

Liebe Leser,

im folgenden Urteil hatten die Richter zu entscheiden, ob für die Arbeit am Oster- und Pfingstsonntag ein Feiertagszuschlag zu zahlen ist. Das Urteil betrifft zwar hauptsächlich Sachsen-Anhalt. Es führt allerdings nur die für andere Bundesländer schon geltende Rechtsprechung fort.

Das BAG (Bundesarbeitsgericht) hat mit Urteil vom 17.08.2011 (Az. : 10 AZR 347/10) entschieden, dass für die Arbeit am Oster- und Pfingstsonntag in Sachsen-Anhalt kein tariflicher Feiertagszuschlag zu zahlen ist.

Das BAG hat dies begründet, dass Feiertagszuschläge nur für gesetzliche Feiertage gezahlt werden würden und in fast allen Bundesländern sind der Ostersonntag und der Pfingstsonntag aber keine gesetzlichen Feiertage.

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Damit scheiterte ein Beschäftigter der Stadtwerke in Wolfen in Sachsen-Anhalt mit seiner Klage auch vor dem höchsten deutschen Arbeitsgericht. Ein tariflicher Anspruch bestehe nicht, weil nach dem Landesrecht in Sachsen-Anhalt diese beiden Tage gesetzlich nicht als Feiertage bestimmt seien. Der Tarifvertrag des Klägers sieht für die Arbeit an Feiertagen einen wesentlich höheren Zuschlag als für Sonntagsarbeit vor.

Diese Entscheidung steht im Einklang mit der bisherigen Rechtsprechung. Im März 2010 hatten die Bundesrichter eine Klage einer Großbäckerei in Niedersachen abgewiesen, die einen höheren Feiertagszuschlag erreichen wollten.

 

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