Kauder fordert gemeinsame Bundestagsresolution zur Beschneidung
AFP VOM 13.7.2012 | Nachrichten - Allgemein | 698 Aufrufe Mehr zum Thema:Beschneidung, Körperverletzung, Religionsfreiheit
Unionsfraktionsvorsitzender: Müssen Rechtssicherheit schaffen
Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, in der Sondersitzung des Bundestags in der kommenden Woche eine fraktionsübergreifende Resolution zum Thema Beschneidung zu verabschieden. "Jüdisches und muslimisches Leben muss auch in Zukunft in Deutschland möglich sein. Dazu gehört auch die auf der religiösen Überzeugung beruhende Beschneidung von Knaben", sagte er der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Die Welt" (Samstagsausgabe).
Das Kölner Landgericht hatte in einem Urteil die Auffassung vertreten, die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen sei als Körperverletzung strafbar. Das für andere Gerichte nicht verbindliche Urteil stieß vor allem bei islamischen und jüdischen Verbänden in In- und Ausland auf scharfe Kritik. Die Bundesregierung kündigte deshalb am Freitag an, sie wolle schnell Wege finden, um "verantwortungsvoll durchgeführte Beschneidungen" auch künftig in Deutschland straffrei möglich zu machen.
Kauder sagte der "Welt", der Bundestag müsse Rechtssicherheit schaffen. "Wir sollten daher in der Sondersitzung kommende Woche eine gemeinsame Resolution zu diesem Thema verabschieden", so der CDU-Politiker.
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