Ehrlich währt am längsten

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Aber auch im Versicherungsrecht währt ehrlich am längsten. Wer beim "Schummeln" auffliegt, ist seinen Kaskoschutz komplett los - z.B, wenn nach einem Diebstahl der Kilometerstand heruntergemogelt wird. Abweichungen bis zu maximal 10 % werden von den Gerichten gerade noch akzeptiert (OLG Köln Az: 9 U 131/96).

Auf eine relativ neue Entwicklung weist die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltsverein ( www.verkehrsrecht.de ) hin. Nach einer landgerichtlichen Entscheidung müssen Auto-Versicherer auch gezahltes "Lösegeld" für gestohlene Fahrzeuge ersetzen.
In diesem Fall war einem in Polen arbeitenden Deutschen sein 20.000,- Mark teurer Wagen geklaut und ihm später von den Dieben der Rückkauf für 4.000,- Mark angeboten worden. Er bezahlte und stellte das Lösegeld anschließend seiner Kaskoversicherung in Rechnung. Nach Auffassung des Gerichts sind solche Rettungskäufe zulässig, wenn sie ansonsten den Schaden mindern (LG Freiburg Az 3 S 168/00). Empfehlenswert wäre es jedoch, vorab die Zustimmung seiner Versicherung einzuholen.

Martin Scharnhorst

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Seite  1:  Kaskoschaden: Vorsicht bei der Schadensmeldung
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