Unfallschäden

Mehr zum Thema:

Verkehrsrecht Rubrik, Kasko, Schadensmeldung, Kaskoschaden, Versicherung

0 von 5 Sterne
Bewerten mit: 5 Sterne 4 Sterne 3 Sterne 2 Sterne 1 Stern
0

Bei Unfallschäden gilt jeder Verstoß gegen grundlegende Verkehrsregeln als grob fahrlässig, so z.B. etwa das Übersehen eines Stoppschildes (OLG Oldenburg Az: 2 U 157/96). Der Versicherte bekommt lediglich dann Schadenersatz, sofern er entlastende Umstände darlegen kann. Entweder es gelingt ihm, den Vorwurf zu entkräften, und er bekommt den Schaden ersetzt, oder die Versicherung zahlt keinen Cent.
Entsprechend gilt bei Wildunfällen Folgendes: Wenn Fuchs, Dachs, Kaninchen oder Hase vor das Auto springen, darf kein Ausweichmanöver riskiert werden, da der Schaden größer als beim Überfahren sein könnte. Deshalb ging ein Fahrer leer aus, der bei Tempo 80 einem Marder auswich und mit einem Brückengeländer kollidierte (OLG Nürnberg Az 8 U 3572/96).Wer jedoch behauptet, dass er sich sehr erschrocken hat und nur aus Reflex ausgewichen ist, hat vor Gericht bessere Karten (LG Saarbrücken Az 14 O 347/94).
Kommt es zu einem Unfall, weil sich der Fahrer ein Insekt aus dem Gesicht gewischt hat, halten das die Richter meist nicht für grob fahrlässig. Anders hingegen sieht es aus, wenn er sich während der Fahrt nach heruntergefallenen Gegenständen bückt.

1234
Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Kaskoschaden: Vorsicht bei der Schadensmeldung
Seite  2:  Die Diebstahlsmeldung
Seite  3:  Unfallschäden
Seite  4:  Ehrlich währt am längsten
Diskutieren Sie diesen Artikel
Das könnte Sie auch interessieren
Verkehrsrecht Der Autounfall - Ein Leitfaden für Geschädigte
Kaufrecht Neuerungen beim Fahrzeugkauf ab 01.02.2002
Versicherungsrecht Die Obliegenheitsverletzung im Versicherungsvertrag