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Karstadt-Insolvenzverwalter will Ex-Arcandor-Chef verklagen

AFP VOM 7.7.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 1431 Aufrufe
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"Nachteilhafter" Verkauf und Zurückmietung von Häusern

Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg will einem Zeitungsbericht zufolge den ehemaligen Chef der Karstadt-Mutter Arcandor, Thomas Middelhoff, sowie weitere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates auf Schadenersatz verklagen. Görg werde in dieser Woche beim Amtsgericht Essen eine Klage im Umfang von mehr als 175 Millionen Euro einreichen, berichtet die "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" unter Berufung auf Kreise des Gläubigerausschusses. Dieser sei am Dienstag über die geplante Klage unterrichtet worden.

Es gehe im Wesentlichen um den Verkauf von fünf Karstadt-Immobilien an den Oppenheim-Esch-Fonds, berichtet die Zeitung. Die Gebäude in Potsdam, München, Karlsruhe, Leipzig und Wiesbaden seien an den Projektentwickler Josef Esch "deutlich unter Marktwert" verkauft und dann zu "deutlich überhöhten Sätzen" zurückgemietet worden. Görg führe unter anderem an, die Mietverträge seien abgeschlossen worden, obwohl allen Beteiligten die "Nachteilhaftigkeit" bekannt gewesen sei.

Über die Höhe der Mieten streitet zurzeit auch der Käufer von Karstadt, der US-deutsche Investor Nicolas Berggruen, mit dem Konsortium Highstreet, das einen Großteil der Karstadt-Gebäude besitzt. Berggruen möchte deutliche Mietnachlässe erreichen. Nur unter dieser Bedingung tritt der Kaufvertrag auch in Kraft. Hinter Highstreet stehen unter anderem die US-Bank Goldman Sachs und die Deutsche Bank.

7. Juli 2010 - 08.56 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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