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Karadzic darf gegen Pflichtverteidigung Einspruch einlegen

AFP VOM 13.1.2010 | Nachrichten - International | 889 Aufrufe
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Bosnischer Serbenführer boykottiert UN-Tribunal

Der frühere bosnische Serbenführer Radovan Karadzic darf nun doch gegen die Bestellung eines Pflichtverteidigers Einspruch einlegen. Das teilte das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag mit. Karadzic steht seit Ende Oktober wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen vor Gericht und wollte sich ursprünglich selbst verteidigen. Da er den Prozess boykottiert, entschied das Tribunal Anfang November, den Briten Richard Harvey zum Pflichtverteidiger zu berufen. Im Dezember beantragte Karadzic, die Berufung zu annullieren und scheiterte damit zunächst.

Der Ex-Serbenführer ist wegen Völkermordes, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Bosnienkrieg (1992-95) angeklagt. Karadzic war im Juli 2008 nach einem 13 Jahre langen Versteckspiel in Belgrad gefasst worden. Er muss mit einer Verurteilung zu lebenslanger Haft rechnen.

13. Januar 2010 - 21.58 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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