Kann man Umgangsrecht willkürlich "kürzen" ?
Hallo allerseits,
ich stehe seit Freitag vor einem Problem, aus dem ich nun absolut keinen Ausweg weiß... es geht um folgendes:
Ich habe einen 5 jährigen Sohn, welcher seit der Trennung von mir und seiner Mutter jedes Wochenende zu mir durfte/konnte und das von mir auch so gewünscht ist, da ich finde der kleine braucht Mutter+Vater gleichermaßen... nur leider hat seine Mutter das alleinige Sorgerecht.
Seit dem 25.12.2010-07.03.2011 (ja, gute 2,5 Monate) war der kleine sogut wie ununterbrochen bei mir (hatte einen schweren Autounfall, weswegen ich länger Krank war und ihn daher auch zu mir nehmen konnte - Arztbesuche fielen ja in die KiTa zeit!) - ab und an mal 1-2 Tage bei Mutti, aber das war eher die Seltenheit... in der ganzen Zeit war er vielleicht gesamt ~4-5 Tage bei seiner Mutti (was nicht an mir lag - sie machte aber nicht die geringsten anstände den kleinen mal zu sich zu holen!).
Während dieser Zeit wurde ich von der KiTa erzieherin auch um ein Gespräch unter 4 Augen gebeten, was mich schon ziemlich schockte, da ich nicht wusste worum es eigentlich geht. Diese erklärte mir dann dass sie wohl von der KiTa cheffin erfuhr, dass ich garkein Sorgerecht für den kleinen hätte, was sie ziemlich entsetzt hätte, da sie findet das ich mich wohl vorbildlich um den racker kümmern würde... diesbezüglich fragte sie mich dann, ob es mir recht wäre, wenn sie darüber mal mit der Mutti reden würde... ich stimmte zu!
Nach dem gespräch mit meiner Ex erzählte sie mir dann, das sie ihr wohl erzählte, dass meine Ex denkt ich würde den kleinen gegen sie aufhetzen (also gegen meine Ex) - was allerdings garnicht der realität entspricht und die Erzieherin auch direkt verneinte bei dem gespräch und erwähnte, dass ich von meiner Ex nur gutes erzählt hätte und kein schlechtes Wort über sie als Mutter verloren hätte... dann riet sie uns eben, das wir gemeinsam mal reden sollten über das gemeinsame Sorgerecht... seither versuche ich auch an dieses Gespräch zu kommen (es steht nun seit gut 4 wochen aus!)... ende feb/anfang märz nannte sie mir einen tag an dem sie mit mir reden wollte... als ich dann aber da war, war sie total neben sich, lag nur auffer couch und zu einem gespräch nicht zu gebrauchen...
Da ich nun seit dem 7.3.11 endlich wieder arbeiten gehen konnte und durfte, "musste" der kleine zu seiner Mutti (was dem kleinen so garnicht passte - wenn man ihn hört (auch schon vor der langen zeit bei mir), will er immer nur zu mir und nicht zu Mutti!).
Nun hat es sich wohl ergeben, dass Sohnemann auf Muttern nicht hört (kann ich nicht nachvollziehen - Aussage der Mutter! Bei mir hörte er immer!)... das Wochenende vom 11.-13.3. war er wieder bei mir und hörte auch anstandslos (die kleinen phasen, wo er mal bockig ist, zähl ich nicht mit - sowas gehört einfach zum kindsein dazu!
). Nun kam das letzte Wochenende (18.-20.3.), Junior war Donnerstag abend noch ca 1std bei mir und erzählte mir "er
müsse das Wochenende zu Omi!" - dachte mir nur, er wird da wohl was falsch verstanden haben, da seine Mutter mir nichts davon sagte, auch als ich ihn gegen 19Uhr zurück brachte erfuhr ich "nichts" davon.
Freitag wollte ich ihn dann abholen, es sollte wohl "später" werden, da sie mit ihm noch was unternehmen wollte... um 17:19 Uhr erhielt ich dann die sms "er
möchte das Wochenende bei Omi bleiben!", was ich dann absolut nicht glauben konnte, da ich von Sohnemann wusste, dass er zu mir wollte, da er sich auf unser Wochenende immer freut und auch am Tag zuvor eben erwähnte das er dorthin "müsse", aber lieber zu mir wolle!
Als sie mich dann eine Stunde später anrief, meinte sie am Telefon nur, er habe die ganze Woche nicht gehört und durfte deswegen "zur Strafe" nicht zu mir und da sie ja auf 2 Geburtstage wollte, brachte sie ihn zur Omi!
Es entfachte ein rießen Streit, da ich bezüglich 2 Punkten stocksauer auf sie war:
1.) wenn sie ihn bestraft, dann hätte sie mir das am Vortag bereits sagen können und man hätte "gemeinsam" drüber reden können um eine Lösung zu finden... kurz: mich einfach mit einbeziehen können!
2.) wurde ich nicht im geringsten Informiert - mein Wochenende war mit Sohnemann verplant und das war nu alles für die katz... obendrein freut man sich die ganze Woche aufs Wochenende und seinen Sohn und erfährt dann "kurz vor ultimo" nur "nö, is nich!"... :-(
Nun habe ich die Befürchtung, dass sie sich angegriffen fühlt bezüglich des Sorgerechts, denn wenn ich sie und ihre freundin immer höre, halten beide mir stets vor die nase das sie ja das "alleinige Sorgerecht" habe und ich den Ball mal schön flach halten solle...
Als ich mir diesbezüglich vorab beim Anwalt einen Rat einholen wollte, meinte dieser nur "Das beste wäre wohl, sich mit dem Jugendamt gut zu stellen!" naja... und das Jugendamt hat mir einen Termin für den 5.4. aufs Auge gedrückt... Wobei ich mir da ehrlichgesagt auch wenig Hoffnungen mache, denn die vom Jugendamt sagte mir auch schon "Sie hat ja das alleinige Sorgerecht, also kann sie machen was sie will!"...
Daher nun meine Frage: kann meine Ex wirklich machen was sie will? Mir den kleinen entziehen? Wie ist das mit dem Umgangsrecht? Kann sie das von eben auf jetzt einfach so von wöchentlich auf zweiwöchentlich umändern, obwohl das Kind seit der Trennung "jedes Wochenende" bei mir war?
Und was, wenn sie mir den kleinen dieses Wochenende auch nicht geben will, was kann ich dann machen? Bin echt ratlos und weiß nimmer weiter...
Hoffe ihr könnt mir ein paar gute Ratschläge und Tipps geben!
-----------------
""
-- Editiert am 21.03.2011 15:45
von ratlos82 am 21.03.2011 15:42
Status: Frischling (2 Beiträge)
Userwertung:
0,0
(von 0 User(n) bewertet)
› Diesen User ignorieren
› Diesen User bewerten
› Beitrag melden