Kairo fordert Höchststrafe im Prozess wegen Mordes an Marwa E.
AFP VOM 25.10.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 771 Aufrufe Mehr zum Thema:Messerattacke
Vor dem Prozessbeginn um den gewaltsamen Tod der Ägypterin Marwa E. in Dresden hat die Regierung in Kairo die Höchststrafe für den Angeklagten Alex W. gefordert. Die ägyptische Regierung zahle ein Team hochqualifizierter deutscher Anwälte, um die Interessen der Hinterbliebenen zu vertreten und dafür zu sorgen, dass der Angeklagte die im deutschen Recht vorgesehene Höchststrafe erhalte, teilte das Außenministerium in Kairo am Sonntag mit. Ägypten habe Vertrauen in die Unabhängigkeit der deutschen Justiz und ihre Fähigkeit, der Familie der Toten Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
Der Prozess beginnt am Montag vor dem Landgericht Dresden. Dem Angeklagten wird Mord an der 31-Jährigen sowie Mordversuch und gefährliche Körperverletzung an ihrem Ehemann zur Last gelegt. Der 28-jährige Angeklagte hatte sein Opfer am 1. Juli während einer Verhandlung im Dresdner Landgericht mit einem Messer angegriffen. Die schwangere Mutter eines dreijährigen Jungen starb wenig später. Ihr Mann überlebte schwer verletzt. Motiv für die Tat war laut Staatsanwaltschaft "ausgeprägter Hass" auf Nichteuropäer und Muslime. Der Fall hatte deutschlandweit, aber auch in islamischen Ländern für Entsetzen gesorgt.
25. Oktober 2009 - 16.34 Uhr
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