Justizministerin will Rettung maroder Firmen erleichtern
AFP VOM 3.2.2011 | Nachrichten - Allgemein | 1427 Aufrufe Mehr zum Thema:Sanierung, Insolvenz
Entwurf gegen Schwächen der Insolvenzordnung
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) will offenbar die frühzeitige Sanierung maroder Unternehmen erleichtern. Das geht aus einem Referentenentwurf ihres Ministeriums hervor, aus dem die "Süddeutsche Zeitung" zitiert. Das Papier befinde sich derzeit in der Abstimmung mit den anderen Ministerien.
Ziel sei, Schwächen der geltenden Insolvenzordnung zu beseitigen, heiße es in dem Entwurf. Künftig sollten alle Beteiligten "eine größere Planungssicherheit hinsichtlich des Ablaufs des Verfahrens erhalten". Dies solle unter anderem dadurch erreicht werden, dass Gläubiger einen stärkeren Einfluss auf die Auswahl des Insolvenzverwalters bekommen.
Auch werde das Insolvenzplanverfahren ausgebaut und gestrafft, schreibt die "SZ". "Insgesamt geht der Entwurf in die richtige Richtung", sagte Daniel Bergner, Geschäftsführer des Verbands der Insolvenzverwalter Deutschlands (VID). Das Ziel, ein angeschlagenes Unternehmen zu sanieren, statt zu liquidieren, werde erleichtert. Für Unternehmen, die noch nicht zahlungsunfähig seien, denen aber die Zahlungsunfähigkeit drohe, solle es eine Art vorgelagertes Insolvenzverfahren geben. Dabei könnten die Betroffenen leichter als bislang für eine begrenzte Zeit versuchen, ihr Unternehmen in Eigenverwaltung zu sanieren. Damit werde das Verfahren deutlich diskreter als bei einer offiziellen Insolvenz. "Das ist der richtige Weg", sagte Bergner.
03.02.2011 - 11:01 Uhr


