Justiz beschlagnahmt Pariser Luxusvilla von Präsidentenfamilie
AFP VOM 3.8.2012 | Nachrichten - Allgemein | 821 Aufrufe Mehr zum Thema:Villa, Präsidentenfamilie, Vermögen
Ermittlungen gegen Clan des Präsidenten von Äquatorialguinea
Die französische Justiz hat das Pariser Luxus-Anwesen des Alleinherrschers von Äquatorialguinea, Teodoro Obiang Nguema, beschlagnahmt. Nach Justizangaben vom Freitag wurde die auf bis zu 150 Millionen Euro geschätzte Villa bereits am 19. Juli konfisziert. Das sechsstöckige Gebäude nahe dem Arc de Triomphe gehört dem Sohn des Staatschefs, Teodorin Obiang. Die Behörden ermitteln gegen die Präsidentenfamilie, weil sie ihr umfangreiches Vermögen in Frankreich mit unterschlagenen Geldern erworben haben soll.
Äquatorialguinea teilte mit, es sei "tief empört" über die "unrechtmäßige Verfolgung" durch die französische Justiz. Im Februar waren bereits drei Container voll Einrichtungs- und anderen Wertgegenständen aus der Villa beschlagnahmt worden. Im November 2011 erwischte es elf Luxus-Fahrzeuge des Präsidentensohnes. Auch die zahlreichen Besitztümer der Familien von Denis Sassou Nguesso, Präsident der Republik Kongo, und des früheren Machthabers von Gabun, Omar Bongo, sind im Visier der französischen Justiz. Sie sollen ihr Vermögen ebenfalls unrechtmäßig erworben haben.
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