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Juristisches Tauziehen um Bestattung von Venezuelas Ex-Präsident

Juristisches Tauziehen um Bestattung von Venezuelas Ex-Präsident

AFP VOM 26.1.2011 | Nachrichten - Allgemein | 688 Aufrufe
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Angehörige streiten um letzte Ruhestätte von Carlos Andrés Pérez

Die Entscheidung über die letzte Ruhestätte von Venezuelas verstorbenem Ex-Präsidenten Carlos Andrés Pérez liegt in der Hand eines US-Gerichts. Die zerstrittenen Angehörigen des an Weihnachten im Exil in den USA gestorbenen Politikers verständigten sich am Dienstag (Ortszeit) in Miami darauf, dass die Leiche bis zum Prozess Ende März in einer Kühlkammer in der Stadt im Bundesstaat Florida bleiben soll. Die Familie von Pérez' erster Frau will den Leichnam nach Venezuela überführen, die letzte Lebensgefährtin des verstorbenen Staatsmanns und die gemeinsamen Kinder setzen sich für eine Bestattung in den USA ein.

Pérez war von 1974 bis 1979 und von 1989 bis 1993 venezolanisches Staatsoberhaupt. Im Jahr 1992 hatte er einen Putschversuch von Militärs unter der Führung von Venezuelas heutigem Präsidenten Hugo Chávez überstanden, ein Jahr später wurde er wegen Korruption des Amts enthoben. 1999 ging Pérez ins Exil nach Miami, wo er am ersten Weihnachtstag im Alter von 88 Jahren an einem Herzinfarkt starb.

Die Familie von Pérez' erster Frau Blanca Rodríguez, von der sich der Ex-Präsident nie scheiden ließ, hatte die für Ende Dezember geplante Beerdigung in Miami stoppen lassen. Sie wollen Pérez in seinem Heimatland beisetzen. Dagegen wehrt sich die letzte Lebensgefährtin Cecilia Matos mit ihren beiden Töchtern, die sich auf den Wunsch des früheren Staatschefs berufen, erst dann nach Venezuela zurückzukehren, wenn dort wieder uneingeschränkte Demokratie herrsche. Der Zivilprozess, in dem die letzte Ruhestätte geklärt werden soll, beginnt am 21. März in Miami.

26.01.2011 - 10:31 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010

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