Weil er im großen Stil Juristen aus ganz Deutschland gegen Geld zum Doktortitel verholfen hat, ist ein Jura-Professor zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Hildesheim befand den 53-Jährigen am Mittwoch der Bestechlichkeit in insgesamt 68 Fällen für schuldig. Weil er ein volles Geständnis abgelegt hat, muss er die Strafe nicht sofort antreten, sondern kommt erst einmal auf freien Fuß.
Der hochverschuldete Professor von der Universität Hannover bekam laut Anklage im Schnitt 4000 Euro dafür, dass er bei schlechten Staatsexamina seinen Ermessens- und Beurteilungsspielraum ausschöpfte, um die Promotion zuzulassen und am Ende den Titel zu vergeben. Unter den Juristen, die so zu ihrem Doktortitel kamen, sollen auch viele Rechtsanwälte und ein Richter sein. Außerdem wurde ihm vorgeworfen, er habe gute Noten für Sex vergeben.
2. April 2008 - 16.35 Uhr
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