Journalistin vom Vorwurf des Mordes an Zierfischen freigesprochen
AFP VOM 26.3.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 1031 Aufrufe Mehr zum Thema:Mord, Zierfische
Dänisches Berufungsgericht revidiert erstinstanzliches Urteil
Eine dänische Fernsehjournalistin ist von einem Berufungsgericht vom Vorwurf des Mordes an zwölf Zierfischen freigesprochen worden. Das Gericht in Kopenhagen gab Lisbeth Koelster Recht, die gegen ihre Verurteilung im vergangenen Jahr Beschwerde eingelegt hatte, wie am Freitag aus Justizkreisen verlautete. Koelster hatte für eine Verbraucherschutz-Sendung die Giftigkeit eines Anti-Schuppen-Shampoos beweisen wollen und vor laufender Kamera eine stark verdünnte Lösung des Shampoos in ein Aquarium mit Zierfischen gekippt. Nach vier Tagen waren alle Fische bis auf einen tot.
Ein Gericht in Glostrup westlich von Kopenhagen hatte die Journalistin des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders DR im Mai 2009 wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verurteilt. Da der Fall jedoch schon viereinhalb Jahre zurücklag, verzichtete der Vorsitzende Richter auf eine Strafe. Nach der Ausstrahlung des Experiments im November 2004 hatte ein Tierarzt Koelster verklagt. Diese habe die Fische unnötig leiden lassen und gegen die Gesetze zum Tierschutz und zu Tierversuchen verstoßen. Das Berufungsgericht befand nun, es sei nicht "hinreichend bewiesen, dass Koelster Angst und Leiden bei den Fischen" verursacht habe.
26. März 2010 - 12.34 Uhr
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