Job in anderer Stadt - welche Wohnsitz-Konstellation macht Sinn?
Hallo - und schon mal Dank im Voraus für hilfreiche Rückmeldungen!
Ich habe zwar bereits einige Beiträge zu Haupt- und Nebenwohnsitz-Themen gelesen, habe aber doch noch Probleme, die für mich richtige bzw. günstige Konstellation herauszufinden.
Meine Situation: Bisher lebe ich gemeinsam mit Partner (nicht verheiratet, aber beide als Mieter im Mietvertrag) in einem Haus in Erftstadt, Nähe Köln. Dies ist bisher mein Hauptwohnsitz, auch mein letzter Job war jahrelang hier. Auch meine Freunde leben hier. In den letzten 10 Monaten war ich arbeitslos, nun habe ich zum 1.9.06 eine (auf zwei Jahre befristete) Arbeitsstelle in Wiesbaden gefunden (ca. 190 km von Erftstadt). Dort miete ich nun - zusätzlich zum gemeinsamen Haus in Erftstadt - eine kleine 1-Zimmer -Wohnung.
Mein (Angestellten-)Job sieht eine 38-h-Woche vor, so dass ich wohl 4-max. 5 Tage in Wiesbaden arbeiten und schlafen werde, aber die Wochenenden und Urlaub natürlich hier in Erftstadt verbringen werde. Es wird sich aber erst im Laufe der Zeit herausstellen, ob es dabei bleibt, die gesamte Arbeitszeit in Wiesbaden abzuleisten; ggf. kommt auch ein Teil der Zeit als home-office-Arbeit von Erftstadt aus in Frage.
Daher zunächst folgende Grundsatz-Fragen:
- Habe ich eine Wahl, was melde- und/oder steuerrechtlich mein Hauptwohnsitz/Nebenwohnsitz sein soll?
- Welche Konsequenzen, also welche Vor- und Nachteile hat die eine bzw. die andere Konstellation?
- Wie wird verfahren, wenn - z.B. wie in meinem Fall - wenn die Sachlage in die Zukunft hinein noch nicht sicher ist? Nicht nur aufgrund der noch eindeutigen Arbeitszeit-/-ort-Verteilung, sondern auch, da der Vertrag ja befristet auf 2 Jahre ist und auch die ersten 6 Monate Probezeit sind... spielt das eine Rolle?
Warum ich das wissen will: Ummeldung des Hauptwohnsitzes ist ja immer mit Aufwand und Kosten verbunden (Perso, Kfz-Ummeldung, Kfz-Versicherung ggf. teurer wegen höherer Regionalklasse, andere Ämterzuständigkeit, weiteres?), die ich nur eingehen will, wenn es auch steuerlich vorteilhaft wäre.
Wie spielt da das Thema doppelte Haushaltsführung , Heimfahrten, Zweitwohnungssteuer hinein?
Ich wäre für jegliche Hinweise, aber auch für die Nennung von Quellen dankbar, wo ich ggf. was nachlesen kann.
Wo bekomme ich übrigens heraus, ob Wiesbaden eine Zweitwohnungssteuer erhebt (falls dort mein Nebenwohnsitz wäre) - und wenn ja, wie hoch? (Hab mich dazu schon tot-gegoogelt ;-))
Bin gespannt auf Beiträge...
von sylvie-marie am 31.07.2006 18:50
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