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Jetzt ermittelt auch Münchner Staatsanwalt gegen Ribery

AFP VOM 22.7.2010 | Nachrichten - Allgemein | 792 Aufrufe
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Ribery

Rummenigge vermutet politischen Hintergrund

Die Kontakte des französischen Mittelfeldspielers des FC Bayern München, Franck Ribéry, zu einer minderjährigen Prostituierten könnten nun auch in München ein juristisches Nachspiel haben. "Wir prüfen, ob ein Ermittlungsverfahren einzuleiten ist", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I, Barbara Stockinger. Wegen der Vorwürfe läuft bereits in Frankreich ein Ermittlungsverfahren gegen den französischen Nationalspieler.

Ribéry gibt zu, Sex mit dem Mädchen gehabt zu haben, er hatte es nach eigenen Angaben aber für volljährig gehalten. Die Prostituierte Zahia D. hatte ausgesagt, der Bayern-Star habe sie zu seinem 26. Geburtstag im April vergangenen Jahres von Paris nach München einfliegen lassen und mit ihr Sex in einem Luxushotel gehabt.

Wie Stockinger sagte, wollen sich die Münchner Ermittler nun zunächst die Erkenntnisse der französischen Behörden ansehen. Ribéry könne nicht zwei Mal wegen desselben Sachverhalts beschuldigt werden. Sollte es in Deutschland zu einer Anklage kommen, würde dem Fußballer eine deutlich höhere Strafe drohen als in seinem Heimatland: Während dort die Höchststrafe bei drei Jahren Haft liegt, wird in Deutschland Sex mit einer minderjährigen Prostituierten mit bis zu fünf Jahre Haft geahndet.

Der Vorstandschef von Ribérys Klub Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, sagte der "Bild", der Verein mache sich große Sorgen über den Ausgang des Verfahrens. "Ich glaube, das ist eine politisch motivierte Geschichte wegen des schlechten Abschneidens der französischen Nationalmannschaft bei der WM. Ribéry soll zum Sündenbock gemacht werden", sagte Rummenigge.

22. Juli 2010 - 15.35 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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