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Japaner nach 17 Jahren im Gefängnis für unschuldig erklärt

AFP VOM 26.3.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 836 Aufrufe
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Japaner, Gefängnis

DNA-Test ergab Unschuld

Nach mehr als 17 Jahren im Gefängnis ist ein Mann in Japan für unschuldig erklärt worden. Das zuständige Gericht in Utsunomiya sprach den 63-jährigen Toshikazu Sugaya vom Mordvorwurf frei. "Ich entschuldige mich aufrichtig bei Herrn Sugaya, dass die Justiz nicht auf die Wahrheit gehört hat und er deshalb mehr als 17 Jahre im Gefängnis saß", sagte der Vorsitzende Richter. Anschließend verbeugten sich er und seine zwei Ko-Richter vor dem im Gefängnis ergrauten 63-Jährigen.

Dieser umarmte vor Gericht seine Unterstützer und sagte: "Ich bin klar für unschuldig befunden worden, jetzt habe ich endlich meine Ruhe." Der Busfahrer eines Kindergartens war aufgrund eines erzwungenen Geständnisses und fehlerhafter DNA-Tests 1993 für schuldig befunden worden, ein vierjähriges Mädchen aus einer Spielhalle entführt und ermordet zu haben.

Er nahm das Geständnis später wieder zurück und plädierte auf unschuldig. Trotzdem wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Jahre später forderten Sugayas Anwälte einen neuen DNA-Test und argumentierten, Anfang der 90er Jahre seien die Testmethoden noch weniger zuverlässig gewesen. Ein neuer Test ergab schließlich laut Gericht, dass Sugaya unschuldig ist. Bürgerrechtler fordern nun, dass Polizei-Verhöre grundsätzlich aufgezeichnet werden müssen. Damit solle verhindert werden, dass falsche Geständnisse erzwungen werden.

26. März 2010 - 13.14 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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