Jacksons Arzt bestellte offenbar große Mengen Propofol
AFP VOM 11.1.2011 | Nachrichten - Allgemein | 634 Aufrufe Mehr zum Thema:Michael Jackson
Beruhigungsmittel war Todesursache des King of Pop
Michael Jacksons Leibarzt Conrad Murray hat laut einer Zeugenaussage in den Wochen vor dem Tod des Popstars große Mengen des Narkosemittels Propofol bestellt. Zwischen dem 6. April und dem 10. Juni 2009 habe Murray insgesamt 255 Ampullen Propofol geordert, sagte der Besitzer einer Apotheke in Las Vegas, Tim Lopez, vor dem Gericht in Los Angeles. Am 25. Juni 2009 starb Jackson dann an einer Überdosis des Medikaments, das normalerweise nur bei Operationen eingesetzt wird.
Das Gericht prüft derzeit, ob die Beweise für eine Anklage gegen Murray wegen fahrlässiger Tötung ausreichen. Die Staatsanwaltschaft macht Jacksons Leibarzt für den Tod des 50-jährigen King of Pop verantwortlich. Murray bestreitet nicht, dem Popstar Propofol als Einschlafhilfe verabreicht zu haben, versichert aber, die verabreichte Menge habe nicht zu dessen Tod führen können. Laut Staatsanwaltschaft hatte der Arzt zudem versucht, die Todesumstände zu verschleiern. Die bisherigen Aussagen von Rettungssanitätern und Notärzte belasteten Murray schwer.
Sollte es zu einem Prozess kommen, drohen dem Mediziner bis zu vier Jahre Haft und der Verlust seiner ärztlichen Zulassung. An der Anhörung nehmen verschiedene Familienmitglieder Jacksons teil, am Montag erschienen unter anderem seine Geschwister Janet, LaToya und Jermaine.
11.01.2011 - 12:01 Uhr


