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Jacksons Mutter soll Besitztümer des toten Sohnes verwalten

AFP VOM 30.6.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1467 Aufrufe
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Veranstalter sagt Ticket-Erstattung zu

Nach dem Sorgerecht für seine drei Kinder ist Michael Jacksons Mutter Katherine auch die vorläufige Verwaltung seiner Güter übertragen worden. Richter Mitchell L. Beckloff vom obersten Gericht in Los Angeles entsprach einem entsprechenden Antrag der Anwälte der 79-Jährigen. Zu Jacksons Besitztümern gehören die Neverland-Ranch im US-Bundesstaat Kalifornien sowie die Rechte an mehreren Liedern der Beatles.

In einer Anhörung am kommenden Montag soll den Angaben zufolge eine längerfristigen Regelung für die Vormundschaft über Jacksons Kinder Prince Michael, Paris und Prince Michael II. sowie die Verwaltung von Jacksons Besitz getroffen werden. Bislang ist unklar, ob der King of Pop ein Testament hinterlassen hat. Seine Familie beteuert, dies sei nicht der Fall. Nach Medienberichten bewahrt aber einer von Jacksons Anwälten ein von dem Verstorbenen persönlich unterzeichnetes Testament auf.

Die Ermittlungen zur Todesursache des Superstars dauerten derweil an. Mitarbeiter des gerichtsmedizinischen Instituts von Los Angeles trugen nach Angaben eines Sprechers "zwei Tüten mit Medikamenten" aus der Villa des Sängers. Jacksons Leibarzt Conrad Murray hatte zuvor nach Angaben seines Anwalts Vorwürfe zurückgewiesen, er habe dem 50-Jährigen die süchtig machenden Schmerzmittel Demerol und Oxycontin verabreicht.

Jacksons Vater Joe erklärte, das Datum für ein Begräbnis seines Sohnes stehe noch nicht fest. Die Familie wolle erst herausfinden, was Michael passiert sei, sagte der 79-Jährige. Michael Jackson war in der vergangenen Woche kurz vor Beginn seiner Comeback-Tournee in seiner Villa zusammengebrochen und kurz darauf gestorben.

Die Veranstalter der geplanten Comeback-Konzerte von Michael Jackson sagten derweil eine volle Erstattung der Tickets zu. Wer über einen autorisierten Händler ein Ticket für eines der 50 Konzerte in London erworben habe, bekomme den Preis vollständig zurückerstattet, erklärte die britische Agentur AEG Live in London. Der Präsident von AEG-Live, Randy Phillips, würdigte Jackson in seiner Erklärung als "freundliche Seele" und "größten Unterhalter, den die Welt jemals gesehen hat". "Weil er zu Lebzeiten seine Fans geliebt hat, fühlen wir uns verpflichtet, sie auch nach seinem Tod mit demselben Respekt zu behandeln."

Die Konzerte, die am 13. Juli in London starten sollten, war innerhalb kurzer Zeit ausverkauft gewesen. Nach britischen Medienberichten investierten die Fans umgerechnet 59 Millionen Euro in 750.000 Karten. Der Internet-Händler Ebay, bei dem Fans für bis zu 1500 Euro ein Ticket ersteigerten, hatte bereits Erstattungen zugesagt.

30. Juni 2009 - 09.08 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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